FAQs – Flucht & Trauma

  • Durch die Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung wird man mit der Unsicherheit des Aufenthalts, bürokratischen Hürden, restriktiven Vorgaben und traumatischen Erlebnisberichten konfrontiert. Hinzu kommen in diesem Arbeitsbereich das Erleben einer großen Verantwortung, hohe Fallzahlen und das Erleben der Begrenztheit der Möglichkeiten.

    Zur Vermeidung eines Burnouts oder einer sekundären Traumatisierung ist es wichtig, neben den persönlichen Faktoren (Stressbewältigungsfähigkeit), v.a. auch die umgebenden Faktoren zu berücksichtigen. Hierfür müssen die notwendigen Rahmenbedingungen der eigenen Arbeit eingefordert und hergestellt, sowie Missstände aufgedeckt und kritisiert werden. Von großer Bedeutung ist es, eigene Gefühle wahrzunehmen und zu reflektieren. Durch die Arbeit mit Traumatisierten können private Belastungen (wieder)aufkommen, die bewusst gemacht werden müssen und separat oder situativ versorgt werden müssen (Supervision, Beratung, Therapie,…).

    In der Arbeit mit psychisch belasteten Menschen helfen das Vergegenwärtigen und Würdigen kleiner Erfolgserlebnisse, um nicht angesichts sozialer und rechtlicher Eingrenzungen zu erstarren. Damit diese Folgen abgewendet werden können, ist es unabdingbar die eigenen Grenzen zu achten, um sich vor Überlastung zu schützen. Es kommt darauf an, die richtige Nähe und Distanz zu finden, um nicht überidentifiziert oder ohne den nötigen Kontakt mit den Betroffenen zu sein. Es geht nicht nur um das Finden einer Balance zwischen Nähe und Distanz, sondern auch darum, eine Balance zwischen Macht und Ohnmacht zu finden. In der Unterstützung steht man zwischen dem Erleben von Macht („Ich kann helfen, vielleicht sogar anderen Helfer*innen helfen“) und Ohnmacht („Ich kann eh nichts ausrichten“ u.a. aufgrund des Systems, das die Bedürfnisse der Betroffenen nach Sicherheit und Ruhe nicht erfüllt). In dem beschriebenen Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, wie auch zwischen Macht und Ohnmacht, müssen die eigenen Grenzen immer wieder neu ausgemacht und erkannt werden. Grenzen zu setzen ist in den sozialen Berufen eine der großen Herausforderungen. Es gibt immer mehr zu tun, als es die eigene Rolle, die zeitlichen Kapazitäten zulassen. Die Klarheit der eigenen Grenzen und ein wertschätzendes „Nein“ ist notwendig für ein „gesundes“ Helfen.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    BAfF. (2018). Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Ein Praxisleitfaden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2018/11/BAfF_Praxisleitfaden-Traumasensibler-Umgang-mit-Gefluechteten_2018.pdf

    Zito (2020): Empfehlungen für die psychosoziale Arbeit mit besonders vulnerablen Asylsuchenden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2020/10/Zito_2020_Empfehlungen-für-die-psychosoziale-Arbeit.pdf

    Zito, D., & Martin, E. (2020). Selbstfürsorge und Schutz vor eigenen Belastungen für Soziale Berufe. Ein Hörbuch. Beltz Juventa.

    Hantke, Lydia, Görges, H.-J., & Huber, M. (2012). Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (1. Aufl.). Junfermann Verlag.

    Ottomeyer, K. (2011). Die Behandlung der Opfer: Über unseren Umgang mit dem Trauma der Flüchtlinge und Verfolgten. Klett-Cotta.

    Video von Dr. Stefan Junker „Selbstfürsorge. Brenne für deine Arbeit – ohne zu verbrennen“: https://www.youtube.com/watch?v=GueGN3nRn9g

  • Die Aussagen über Fluchtgeschichten werden bei der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach Kriterien der Glaubwürdigkeit (Vollständigkeit, Detailreichtum, Chronologie und Widerspruchsfreiheit) bewertet.  Aufgrund krankheitsbedingter Gedächtnisstörungen, Vermeidungstendenzen, Scham und/oder kulturbedingter Faktoren fällt es traumatisierten Geflüchteten jedoch besonders schwer in ihrer Schilderung der Ereignisse diese Kriterien zu erfüllen. Die (juristische) Wahrheitsfindung ist vor diesem Hintergrund deutlich erschwert.

    Die Anhörungsinhalte werden u.a. nach den Kriterien der Vollständigkeit der Aussage, dem Detailreichtum, der Chronologie und der Widerspruchsfreiheit des Erzählten bewertet. Es wird demnach eine vollständige Darstellung der Asylgründe erwartet, ein verspätetes Vorbringen bleibt unberücksichtigt. Detailreichtum und die korrekte Chronologie der Erzählungen sprechen nach Kriterien des BAMF für die Glaubhaftigkeit der Aussagen. Die vollständige Widerspruchsfreiheit und unbedingte Konsistenz ist notwendig. Die Anwendbarkeit der Kriterien bei Personen mit möglichen Traumafolgestörungen ist vor diesem Hintergrund eingeschränkt. Denn die Arbeitsweise des Gehirns unter traumatischen Stress führt dazu, dass Erfahrungen schlecht eingeordnet werden können und es zur vereinzelten und fragmentarischen Abspeicherung von Sinneseindrücken, Gedanken, Zeit und Emotionen kommen kann. Besondere Foltermethoden führen auch gezielt zur raum-zeitlichen Desorientierung. Traumatische Bereiche werden daher oftmals einfach nicht erinnert oder vermieden. Das Erinnern ist oftmals ein mühsamer (Re-) Konstruktionsprozess. Auch aus Scham oder kulturbedingten Faktoren kann es dazu kommen, dass die Anhörung nicht die Situation darstellt, in der Personen das erste Mal über (sexualisierte) Gewalterfahrungen sprechen können. Der (Erwartungs-)Druck der Situation der Anhörung kann dazu führen, dass Erinnerungslücken spontan gefüllt werden.

    Studien zeigen, wie belastend sich die Anhörungssituation auf traumatisierte Geflüchtete auswirkt und unterstreichen die Bedeutung von Anhörungen mit besonders geschulten Anhörer*innen (Schock et al., 2015).

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Herman, J. L. (2015). Trauma and recovery: The aftermath of violence–from domestic abuse to political terror. Hachette UK.

    Schock, K., Rosner, R., & Knaevelsrud, C. (2015). Impact of asylum interviews on the mental health of traumatized asylum seekers. European Journal of Psychotraumatology, 6(0). http://www.ejpt.net/index.php/ejpt/article/view/26286

    Refugee Law Clinics Deutschland (2018). Zur Beratungssituation im Asylverfahren. Ein Skript für die ehrenamtliche und studentische Rechtsberatung von Geflüchteten. https://rlc-deutschland.de/wp-content/uploads/2018/04/Rechtsberatung-im-Asylverfahren_Skript-der-RLCs_2018_02.pdf

  • Der eingeschränkte Zugang Geflüchteter zu gesundheitlichen Leistungen in Deutschland ist ein deutlicher Belastungsfaktor für Geflüchtete. Dabei zeigen Geflüchtete oftmals einen schlechteren Gesundheitszustand als die deutsche Allgemeinbevölkerung, berichten aber gleichzeitig eine niedrigere Inanspruchnahme des Gesundheitssystems (Biddle et al., 2019). Grund dafür sind vielfältige Zugangsbarrieren wie fehlende Sprachmittlung oder bürokratische Hürden.

    Aus Studien bekannte Hindernisse beim Zugang zu bedarfsgerechten Versorgungsangeboten sind:

    • Sprach- und Kommunikationsbarrieren
    • verzögerte oder fehlende Kostenübernahmen für Sprachmittlung
    • Diskriminierung, bürokratische Hürden und erhöhte Kosten durch die Praxis der Krankenscheine in vielen Bundesländern
    • Diskriminierungserfahrungen in der Regelversorgung
    • geringe Bereitschaft von Ärzt*innen der Regelversorgung sich mit Abrechnungsmodalitäten auseinander zu setzen
    • geringe Vernetzung von Ärzt*innen und z.B. Beratungsstellen und Rechtsanwält*innen
    • eingeschränkte Versorgungskapazitäten & lange Wartezeiten
    • Unterbrechung diagnostischer und therapeutischer Prozesse durch (asylrechtlich bedingte) Neuzuweisungen und Wohnortwechsel
    • eingeschränkte Erreichbarkeit durch die strukturelle Kontrolle der Autonomie in Unterkünften, die isolierte Wohnsituation sowie verzögerte oder fehlende Kostenübernahmen für Fahrtkosten
    • Informations- und Wissensdefizite über eigene Ansprüche und das deutsche Gesundheitssystem

    Diese Hindernisse haben deutliche Auswirkungen sowohl auf die Gesundheit der Betroffenen als auch auf die Frage, inwieweit sie eine Behandlung in Anspruch nehmen (können). So konnte eine Studie in Baden-Württemberg zeigen, dass ca. 30 % der Bedarfe an allgemeinmedizinischer und fachärztlicher Versorgung von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften nicht durch das Gesundheitssystem abgedeckt werden (Biddle, Menold, et al., 2019). Dies deckt sich mit den Daten, die das wissenschaftliche Institut der AOK zur Gesundheit erhoben hat (Schröder et al., 2018): 27 % der chronisch erkrankten Geflüchteten, die das Institut befragt hat, gaben an, dass sie in den letzten sechs Monaten bei Ärzt*innen waren, aber nicht behandelt wurden. Der Zugangsweg wird von Betroffenen als hürdenreich und entmündigend wahrgenommen. Betroffene resignieren zunehmend, wenn ihr Bemühen wiederholt ins Leere läuft (Spura et al., 2017). Es kommt darüber hinaus zu Fehldiagnosen bzw. Fehlmedikation durch fehlende Sprachmittlung (Schouler-Ocak & Kurmeyer, 2017), zu vermehrten Krankenhausbehandlungen (Göpffarth & Bauhoff, 2017) und zu Chronifizierungen von Erkrankungen durch Nicht-Erkennen oder Nicht-Behandlung der Krankheit (Bundespsychotherapeutenkammer, 2015). Diese problematischen Konsequenzen und die entsprechenden Folgekosten wären vermeidbar, wenn psychosoziale Beschwerden bei Geflüchteten frühzeitig identifiziert würden (Biddle, Menold, et al., 2019).

    In der Realität werden Hinweise auf psychische Erkrankungen jedoch vielerorts nicht systematisch erfasst und die Betroffenen erhalten oft weder eine Diagnose noch eine entsprechende Behandlung (vom Felde et al., 2020). Eine Studie aus Sachsen-Anhalt hat geprüft, wie hoch in einer Zufallsstichprobe der Anteil der Geflüchteten ist, die Symptome einer psychischen Erkrankung zeigen und diese Ergebnisse mit Daten zum Anteil der Geflüchteten in Verbindung gesetzt, die letztlich eine Diagnose bzw. eine Behandlung bekommen. In der Zufallsstichprobe zeigten 54 % der Personen Symptome einer Depression, 41 % Symptome einer Angststörung und 18 % Symptome einer PTBS. Im Vergleich mit den Ergebnissen einer Sekundäranalyse von Daten der lokalen Sozialämter wurde hier eine große Lücke deutlich: Nur 2,6 % der Asylsuchenden aus dem Datensatz der Sozialämter bekam die Diagnose einer Depression, bei 1,4 % wurde eine Angststörung diagnostiziert und bei 2,9 % eine PTBS. Weniger als ein Zehntel der potentiell symptombelasteten Asylsuchenden haben diesem Verhältnis zufolge die Chance, auch eine entsprechende Diagnose zu erhalten. Von den im Datensatz der Sozialämter diagnostizierten Personen erhielten letztlich etwa 45 % überhaupt keine Behandlung, 38 % wurden ausschließlich medikamentös behandelt. Nur 1 % aller Patient*innen befand sich in Psychotherapie (Führer et al., 2019).

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Biddle, L., Menold, N., Bentner, M., Nöst, S., Jahn, R., Ziegler, S., & Bozorgmehr, K. (2019). Health monitoring among asylum seekers and refugees: A state-wide, cross-sectional, population-based study in Germany. Emerging Themes in Epidemiology, 16(1), 3. https://doi.org/10.1186/s12982-019-0085-2

    Bundespsychotherapeutenkammer. (2015). BPtK-Standpunkt: Psychische Erkrankungen bei Flüchtlingen. https://www.bptk.de/wp-content/uploads/2019/01/20150916_bptk_standpunkt_psychische_erkrankungen_fluechtlinge.pdf

    Führer, A., Niedermaier, A., Kalfa, V., Mikolajczyk, R., & Wienke, A. (2019). A yawning gap: Asylum-seekers’ health care needs and outpatient treatment for psychological complaints. https://doi.org/10.13140/RG.2.2.14333.51682

    Göpffarth, D., & Bauhoff, S. (2017). Gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden—Untersuchungen anhand von Abrechnungsdaten der BARMER. Barmer GEK Gesundheitswesen aktuell, 32–65.

    Schouler-Ocak, M., & Kurmeyer, C. (2017). Study on Female Refugees-Repräsentative Untersuchung von geflüchteten Frauen in unterschiedlichen Bundesländern in Deutschland. https://www.integrationsbeauftragte.de/Webs/IB/DE/Themen/GesellschaftUndTeilhabe/Medien/2017-03-22-study-on-female-refugees.pdf?__blob=publicationFile&v=3

    Schröder, H., Zok, K., & Faulbaum, F. (2018). Gesundheit von Geflüchteten in Deutschland – Ergebnisse einer Befragung von Schutzsuchenden aus Syrien, Irak und Afghanistan. WIdOmonitor, 1, 1–20.

    Spura, A., Kleinke, M., Robra, B.-P., & Ladebeck, N. (2017). Wie erleben Asylsuchende den Zugang zu medizinischer Versorgung? Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 60(4), 462–470. https://doi.org/10.1007/s00103-017-2525-x

    vom Felde, L., Flory, L., & Baron, J. (2020). Identifizierung besonderer Schutzbedürftigkeit am Beispiel von Personen mit Traumafolgestörungen. Status quo in den Bundesländern, Modelle und Herausforderungen. Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2020/10/BAfF_Reader_Fruehfeststellung.pdf

  • Es finden sich in fast allen Biografien von Geflüchteten zahlreiche Belastungsfaktoren, die die Vulnerabilität Geflüchteter erhöhen und ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen können. Sie werden auch Postmigrationsstressoren genannt. Darunter fallen Faktoren auf strukturell-institutioneller und auf individueller Ebene. Besonders relevant sind z.B. ein unsicherer Aufenthalt, Diskriminierungserfahren im Alltag, bei der Berufswahl und Wohnungssuche, soziale Isolation und die Trennung von Familie und Freund*innen.

    Der Einfluss von sozialen Determinanten auf die psychische Gesundheit wird im Kontext von Flucht und Migration in mehreren Studien beschrieben (Böttche et al., 2016; Hynie, 2018; Walther et al., 2019). Je mehr Belastungsfaktoren durch die Lebensbedingungen im Ankunftsland (auch: Postmigrationsstressoren) zusammenkommen, desto höher ist das Risiko, Symptome einer psychischen Erkrankung zu entwickeln (Bogic et al., 2015).

    Postmigrationsstressoren bestehen für alle Geflüchtete, die in Deutschland ankommen. Menschen mit Traumafolgestörungen haben jedoch weniger Kapazitäten mit diesen zusätzlichen Stressoren umzugehen. Das gilt besonders, wenn sie unter Bedingungen leben, die sie auch nach der Ankunft in Deutschland nicht vor weiteren Gewalterfahrungen schützen. Die ständige Wachsamkeit, die es braucht, um möglichen „Triggern“ aus dem Weg zu gehen, ist anstrengend und Betroffene ziehen sich häufig zurück, um sich zu schützen.

    Wenn jedoch genügend Ressourcen, Unterstützung und Möglichkeiten vorhanden sind, kann es auch schwer traumatisierten Personen mit der Zeit gelingen, neue Perspektiven und Ziele zu sehen, sich persönlich positiv zu entwickeln und am Ende „stärker und weiser” zu sein (Hantke et al., 2012), was auch als Posttraumatisches Wachstum beschrieben wird (Tedeschi & Calhoun, 2004). Es ist möglich diese Entwicklung zu unterstützen, indem die (noch) vorhandenen Ressourcen der Betroffenen gefördert werden. Zu einer sinnvollen Unterstützung gehören auch angemessene Lebens- und Versorgungsbedingungen sowie die gesellschaftliche Anerkennung von Trauma und Gewalt (Stauffer, 2015).

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    BAfF. (2018). Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Ein Praxisleitfaden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2018/11/BAfF_Praxisleitfaden-Traumasensibler-Umgang-mit-Gefluechteten_2018.pdf

    Hantke, L., Görges, H.-J., & Huber, M. (2012). Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik (1. Aufl.). Junfermann Verlag.

    Stauffer, J. (2015). Ethical Loneliness: The Injustice of Not Being Heard. Columbia University Press.

    Tedeschi, R. G., & Calhoun, L. G. (2004). TARGET ARTICLE: „Posttraumatic Growth: Conceptual Foundations and Empirical Evidence“. Psychological Inquiry, 15(1), 1–18. https://doi.org/10.1207/s15327965pli1501_01

  • Im Diskurs um Trauma bei Geflüchteten wird oftmals direkt von der Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung gesprochen. Diese Diagnose birgt jedoch auch Missverständnisse und u.a. die Gefahr der Pathologisierung und Stigmatisierung der Betroffenen als „kranke“ oder „gestörte“ Personen. Zu vermeiden ist die Reduktion des Erlebten auf allein neurobiologische Stressreaktionen sowie die Individualisierung der Bearbeitung der Folgen auf die Psyche.

    In der klinisch-naturwissenschaftlichen Perspektive kommt es häufig zu einer Reduktion des traumatischen Erlebens auf neurobiologische Prozesse im Gehirn. Die Ursachen des Traumas werden als starker Stressreiz bezeichnet, der eine Überflutung durch Stresshormone nach sich zieht, mit denen die betroffene Person in der Situation nicht fertig wird. Mit der psychiatrischen Diagnose PTSD wird der betroffenen Person dann eine „Krankheit“ bzw. „Störung“ bescheinigt. Trauma findet allerdings nicht nur im Gehirn statt.

    Gesellschaftliche Umstände, politische Gewalt und auch aktuelle prekäre Lebensumstände werden unsichtbar gemacht, wenn wir sie lediglich als Stressreiz beschreiben. Die geflüchtete, traumatisierte Person wird formal nicht mehr als Überlebende*r von Menschenrechtsverletzungen gesehen, sondern als kranker Mensch, der eine Reihe von Symptomen aufzeigt. Diese Kritik an pathologisierenden Interpretationen lässt sich nicht nur auf die Diagnose PTSD beziehen, wird in diesem Kontext aber besonders dringlich. So wird mit der Diagnose zwar anerkannt, dass die erlittene Gewalt grausame Folgen auf die Psyche der betroffenen Person hat, die Bearbeitung dieser Folgen und ihres Ursprungs wird jedoch auf das Individuum abgeschoben und gesellschaftliche Missstände werden privatisiert.

    Traumatisierte Personen sind also nicht „gestört“, denn unter Einbezug des traumatisierenden Kontexts wird deutlich, dass diese komplexen Reaktionen der Betroffenen angemessene Reaktionen auf massive Gewalt sind. Daher ist es für den traumasensiblen Umgang mit Geflüchteten unabdingbar, die sozialen und politischen Verhältnisse zu kennen und zu berücksichtigen, und sich nicht allein auf klinische Diagnosen zu beziehen.

    Das Trauma wird in der Konzeption der PTSD auch als einzelnes, herausgelöstes Ereignis betrachtet, das eine Anfang und ein Ende hat. Für Menschen, die langandauernde Gewalt erfahren haben, die außerdem mit komplexen, meist unauflöslichen politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen verwoben sind, erweist sich diese Traumakonzeption häufig als unzureichend.

    Gleichzeitig kann die Diagnose der PTBS eine Möglichkeit der Anerkennung des Traumas und seiner Folgen bedeuten. Dies kann für Betroffene entlastend sein und sogar als eine Art „Beweis“ ihrer Gewalterfahrungen gesehen werden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Brensell, A. (2013). Trauma als Prozess—Wider die Pathologisierung struktureller Gewalt und ihrer innerpsychischen Folgen. https://www.medico.de/fileadmin/_migrated_/document_media/1/trauma-als-prozess.pdf

    Brunner, M. (2015). Trauma und gesellschaftlicher Kontext. Betreuung und Belastung. Herausforderungen bei der psychosozialen Versorgung von Überlebenden der Shoah, 8–17.

    Flory, L., Teigler, L., Behrends, M., & Atasayi, S. (2020). Trauma, Empowerment und Solidarität. Wie können wir zu einem verantwortungsvollen und ermächtigenden Umgang mit Trauma beitragen? http://www.baff-zentren.org/news/trauma-empowerment-und-solidaritaet/

    medico international. (2000). Schnelle Einsatzgreiftruppe Seele. medico international. https://www.medico.de/download/mi_report-20-scan.pdf

    Preitler, B. (2016). An ihrer Seite sein: Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen (1. Aufl.). StudienVerlag.

    Watters, E. (2016). Crazy like us: Wie Amerika den Rest der Welt verrückt macht (1. Aufl.). dgvt-Verlag.

    Young, A. (1997). The Harmony of Illusions. Princeton University Press. http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2011/05/ young-the-harmony-of-illusions.pdf

  • Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Traumafolgestörung. Typische Symptome sind das Wiedererleben des traumatischen Erlebnis, ein dauerhaft erhöhtes Stress- und Anspannungslevel und die Vermeidung von Gedanken, Gefühlen, Orten, Situationen, die an das traumatische Erlebnis erinnern.

    Die Diagnose PTBS ist 1994 in das klinische Diagnosemanual (ICD) eingegangen. Um die Diagnose PTBS zu bekommen, muss die betroffene Person einem schwerwiegenden und belastenden Ereignis mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß ausgesetzt gewesen sein. Die Symptome müssen innerhalb von sechs Monaten nach dem traumatischen Ereignis oder nach Ende der Belastungsperiode auftreten und mindestens vier Wochen anhalten. Typische Symptome sind das nicht kontrollierbare Wiedererleben des traumatischen Erlebnis. Dies kann sich zum Beispiel in Form von Alpträumen, Flashbacks oder Intrusionen manifestieren, bei welchen Bilder, Empfindungen oder auch Gerüche wiedererlebt werden. Weitere Symptome sind die Gefühlstaubheit, emotionale Abschottung, Vermeidung von Situationen und Aktivitäten, welche an das traumatische Erlebnis erinnern, Teilnahmslosigkeit und Freudlosigkeit. Zudem tritt meist ein Zustand von Übererregung mit Schlafstörung, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten auf. Bei Überlebenden wiederkehrender, menschengemachter Gewalt – und damit bei vielen Geflüchteten –zeigen sich zudem häufig Scham- und Schuldgefühle bezüglich des Erlebten, Überlebensschuld, Verzweiflung, labiles Selbstwertgefühl sowie mögliches selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität.

    Seit 2019 wurde zudem auch die Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung in 11. Revision des Internationalen Klassifikationssystems der Krankheiten von der Weltgesundheitsversammlung verabschiedet (ICD-11).

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    BAfF. (2018). Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Ein Praxisleitfaden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2018/11/BAfF_Praxisleitfaden-Traumasensibler-Umgang-mit-Gefluechteten_2018.pdf

    BAfF (2020): Neue Behandlungsempfehlungen für Traumafolgestörungen. http://www.baff-zentren.org/news/neue-behandlungsempfehlungen-fuer-traumafolgestoerungen/

  • Menschen, die Traumatisches erlebt haben, können sehr unterschiedlich auf diese psychische Belastung reagieren. Häufig können die psychischen Reaktionen einer von verschiedenen Traumafolgestörungen zugeordnet werden. Häufig treten auch mehrere Traumafolgestörungen zeitgleich auf und überlagern sich.

    Unter dem Oberbegriff Traumafolgestörung können mehrere klinische Diagnosen gefasst werden:

    • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS bzw. engl: PTSD)
    • Depressive Störungen
    • Dissoziative Störungen
    • Angststörungen
    • Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline)
    • Suchterkrankungen
    • Somatoforme Störungen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)
    • Immunologische Erkrankungen (Asthma, Gelenkentzündungen, Ekzeme, …)

    Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird in Politik und Medien häufiger als die Diagnose benutzt, um das Leid von Geflüchteten zu beschreiben.

    Studien zeigen, dass zwischen 30 und 50 % der Geflüchteten an Traumafolgestörungen leiden. Das heißt aber auch, dass nicht jede geflüchtete Person traumatisiert ist oder unter einer Traumafolgestörung leidet.

    Weitere Informationen:

    BAfF. (2018). Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Ein Praxisleitfaden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2018/11/BAfF_Praxisleitfaden-Traumasensibler-Umgang-mit-Gefluechteten_2018.pdf

    Bozorgmehr, K., Mohsenpour, A., Saure, D., Stock, C., Loerbroks, A., Joos, S., & Schneider, C. (2016). Systematische Übersicht und „Mapping“ empirischer Studien des Gesundheitszustands und der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland (1990–2014). Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 59(5), 599–620.

    Steel, Z., Chey, T., Silove, D., Marnane, C., Bryant, R. A., & van Ommeren, M. (2009). Association of torture and other potentially traumatic events with mental health outcomes among populations exposed to mass conflict and displacement: A systematic review and meta-analysis. JAMA: The Journal of the American Medical Association, 302(5), 537–549.

  • Von einem Trauma sprechen wir, wenn Menschen Erfahrungen machen mussten, die ihr eigenes Leben ernsthaft bedrohten, oder sie zu Zeug*innen für den Tod anderer werden ließen. Solche Erlebnisse haben viele tiefgreifende Auswirkungen auf die Betroffenen und überfordern die Kapazität der Psyche, adäquat auf sie zu reagieren.

    Der Begriff Trauma wird nicht einheitlich verwendet und kann sowohl das traumatische Ereignis als auch die Folgesymptomatik bezeichnen.

    Die Schwere eines Traumas kann durch die Unterscheidung in Trauma Typ I und Trauma Typ II differenziert werden. Typ I Traumata umfassen einmalig und zeitliche begrenzte Ereignisse wie zum Beispiel Unfälle oder Naturkatastrophen. Typ II Traumata, sogenannte „man-made-disasters“, umfassen komplexe und sich wiederholende traumatische Erfahrungen, die durch Menschen herbeigeführt werden wie zum Beispiel Folter. Die Typ II Traumata werden psychisch immer als besonders schwerwiegend erlebt, da sie an den Grundfesten der menschlichen Existenz rütteln. Diese traumatischen Ereignisse bedeuten oftmals eine grundlegende Erschütterung des Vertrauens in die Welt, in andere Menschen und sich selbst. Gefühle der Unsicherheit, der permanenten Bedrohung, Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins treten auf.

    Das Ausmaß der Traumatisierung ist nicht nur von der Art, der Schwere und der Häufigkeit der traumatischen Erfahrung abhängig, sondern auch von der Zeit danach, in der eigentlich die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse beginnen könnte (siehe „Sequentielle Traumatisierung“ nach Keilson).

    Es gibt eine grundsätzliche Kritik an der klinischen Perspektive auf Trauma und der Fokussierung auf „Störungen“, da die (gesellschaftlichen) Ursprünge von Gewalt und psychischer Belastung in diesem Kontext selten in den Blick genommen werden (Brenssell & Weber, 2014). Desweiteren gibt es eine lange Debatte um die kulturelle Übertragbarkeit von Diagnosen, da die diagnostischen Kriterien bislang vor allem von einer vergleichsweise kleinen, homogenen Gruppe festgelegt und an einer ebenso homogenen Gruppe getestet werden (siehe zum Beispiel Kirmayer & Gómez-Carrillo, 2019; Sue, 2001). Mehr zu dieser Kritik ist zu finden unter:  Kritik an der Pathologisierung durch die Diagnose PTSD

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    BAfF. (2018). Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Ein Praxisleitfaden. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2018/11/BAfF_Praxisleitfaden-Traumasensibler-Umgang-mit-Gefluechteten_2018.pdf

    Baron, J., & Flory, L. (2016). Versorgungsbericht—Zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern. 3.aktualisierte Auflage. http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2017/02/Versorgungsbericht_3-Auflage_BAfF.pdf

    Brenssell, A., & Weber, K. (Hrsg.). (2014). Störungen: Texte kritische psychologie 04. Argument Verlag.

    Flory, L., Teigler, L., Behrends, M., & Atasayi, S. (2020). Trauma, Empowerment und Solidarität. Wie können wir zu einem verantwortungsvollen und ermächtigenden Umgang mit Trauma beitragen? http://www.baff-zentren.org/news/trauma-empowerment-und-solidaritaet/

    Keilson (2005): Sequentielle Traumatisierung bei Kindern. https://www.psychosozial-verlag.de/456

    Kirmayer, L. J., & Gómez-Carrillo, A. (2019). Culturally responsive clinical psychology and psychiatry: An ecosocial approach. In Cultural clinical psychology and PTSD (S. 3–21). Hogrefe Publishing.

    Sue, D. W. (2001). Multidimensional facets of cultural competence. The Counseling Psychologist, 29(6), 790–821. https://doi.org/10.1177/0011000001296002

  • Kinder und Jugendliche mit Fluchtbiografie werden oft schon sehr früh Zeug*innen von menschengemachter Gewalt oder erleben diese sogar als direkt gegen sie gerichtet.  Bei mehr als der Hälfte der geflüchteten Kinder in Deutschland liegen psychologische Belastungssymptome vor und 40 % der Kinder sind durch die Gewalterfahrungen u. a. in der Schule, aber auch in zwischenmenschlichen Interaktionen deutlich eingeschränkt (Gavranidou et al., 2008).

    Das häufigere Erleben von traumatisierenden Situationen wird durch eine Studie aus den Niederlanden deutlich, die zeigt, dass etwa 23 % der begleiteten Kinder körperlich misshandelt und etwa 8 % sexuell missbraucht werden, wohingegen 63 % der unbegleiteten Minderjährigen körperlich und 20 % sexuell misshandelt wurden (bei Jungen: 12 %, bei Mädchen: 39 %) (Bean et al., 2007). Studien konnten zeigen, dass Prävalenzen für PTSD bei begleiteten und unbegleiteten Minderjährigen zwischen 14 % bis 60 % (Metzner et al., 2016; Spallek et al., 2016) und für Depressionen zwischen 6 % bis etwa 36 % (Metzner et al., 2016) liegen.

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Infoseite zu jungen Geflüchteten der BAfF: http://www.baff-zentren.org/gefluechtete-kinder-und-jugendliche/

    Bean, T., Derluyn, I., Eurelings-Bontekoe, E., Broekaert, E., & Spinhoven, P. (2007). Comparing psychological distress, traumatic stress reactions, and experiences of unaccompanied refugee minors with experiences of adolescents accompanied by parents. The Journal of Nervous and Mental Disease, 195(4), 288–297. https://doi.org/10.1097/01.nmd.0000243751.49499.93

    Gavranidou, M., Niemiec, B., Magg, B., & Rosner, R. (2008). Traumatische Erfahrungen, aktuelle Lebensbedingungen im Exil und psychische Belastung junger Flüchtlinge. Kindheit und Entwicklung, 17(4), 224–231. https://doi.org/10.1026/0942-5403.17.4.224

    Metzner, F., Reher, C., Kindler, H., & Pawils, S. (2016). Psychotherapeutische Versorgung von begleiteten und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und Asylbewerbern mit Traumafolgestörungen in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 59(5), 642–651. https://doi.org/10.1007/s00103-016-2340-9

    Spallek, J., Tempes, J., Ricksgers, H., Marquardt, L., Prüfer-Krämer, L., & Krämer, A. (2016). Gesundheitliche Situation und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge – eine Näherung anhand qualitativer und quantitativer Forschung in der Stadt Bielefeld. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 59(5), 636–641. https://doi.org/10.1007/s00103-016-2339-2

  • Die Arbeit der Psychosozialen Zentren (PSZ) umfasst ein interdisziplinäres Angebot, welches sich an den Bedürfnissen und der Lebenssituation der Geflüchteten orientiert und auf eine Verbesserung der Gesundheit auf allen Ebenen abzielt.

    Die angebotene Unterstützung der Psychosozialen Zentren (PSZ) ist in ein Konzept eingebettet, welches asylverfahrensrechtliche und psychosoziale Beratung sowie psychologische und psychotherapeutische Angebote und ggf. medizinische Hilfe umfasst. Die Angebote werden bedarfsorientiert und klient*innenzentriert zur Verfügung gestellt und bieten lebenspraktische Unterstützung. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe und tragen zur Selbstorganisation der Klient*innen bei. Die Mitarbeiter*innen der PSZ fördern Empowerment als Gegengewicht zur Ohnmachtserfahrung infolge traumatischer Erlebnisse. Über die direkte Klient*innenarbeit hinaus leisten die PSZ Gremienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, machen Fortbildungsangebote und betreiben Forschung, Multiplikator*innenarbeit und Vernetzung.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Aktuelle Zahlen zum Versorgungsangebot der PSZ: http://www.baff-zentren.org/veroeffentlichungen-der-baff/

    Leitlinien der BAfF: http://www.baff-zentren.org/ueber-die-baff/leitlinien/

  • In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 40 Anlaufstellen für Geflüchtete die psychisch belastet sind, schwere Gewalt oder auch Folter erlebt haben.

    In den Psychosozialen Zentren (PSZ) können geflüchtete Personen Hilfe finden, ganz egal woher sie kommen, welche Papiere sie haben, welche Sprache sie sprechen oder welcher Religion sie angehören. Die Unterstützung ist kostenfrei und es gibt für alle Angebote eine Übersetzung. Mit den Mitarbeitenden in den Psychosozialen Zentren können Geflüchtete über ihre Sorgen sprechen und werden neben therapeutischen Angeboten auch in ihrem Asylverfahren begleitet. Es gibt in einigen Psychosozialen Zentren auch Angebote speziell für Kinder.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Im Video der BAfF „Psychosoziale Zentren – Hilfe für Geflüchtete und Überlebende von Folter und Gewalt“ unter: http://www.baff-zentren.org/videos/

    Das nächste PSZ unter: www.baff-zentren.org/psz

  • Die BAfF ist die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer ist der Dachverband der Psychosozialen Zentren, Einrichtungen und Initiativen, die sich die psychosoziale und therapeutische Versorgung von Geflüchteten in Deutschland zur Aufgabe gemacht haben.

    Die BAfF setzt sich dafür ein, dass das soziale Menschenrecht auf Gesundheit einschließlich der notwendigen psychosozialen Begleitung und Behandlung auch für Geflüchtete umgesetzt wird. Sie vertritt die Interessen von Überlebenden schwerer Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Politik und der (Fach)Öffentlichkeit, vernetzt Akteur*innen der psychosozialen Arbeit auf nationaler wie europäischer Ebene und beeinflusst durch Projekte, Veranstaltungen, Publikationen sowie gezielte Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit den fachlichen und den politischen Diskurs.

     

    Die BAfF ist ein gemeinnütziger Verein, der im Jahr 2021 bereits seit 25 Jahren besteht. Die BAfF und die PSZ finanzieren sich größtenteils über Projektmittel und unregelmäßige Zuwendungen.

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Mehr Informationen zur BAfF unter: http://www.baff-zentren.org/ueber-die-baff/