Versorgung & Bedarf
Geflüchtete haben in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht oft schwere Gewalt erlebt. Die Unsicherheit während des Asylverfahrens und die Unterbringung in Massenunterkünften sind oft zusätzlich belastend. Die Hürden auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben sind hoch und vor allem für traumatisierte Geflüchtete manchmal nicht ohne psychosoziale Unterstützung zu bewältigen.
Ob in Deutschland ausreichend Unterstützungsangebote für psychisch belastete Geflüchtete zur Verfügung stehen, wie zugänglich psychotherapeutische Versorgung ist und wie viele geflüchtete Menschen letztlich in- und außerhalb des Gesundheitssystems versorgt werden können, wird in Deutschland nach wie vor kaum diskutiert.
Die BAfF stellt jährlich aktualisierte Analysen zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern zur Verfügung, um die Diskussion voranzubringen und konkrete Forderungen aufzustellen.
12. März 2026
Nur 1% erhält angemessene Behandlung: Versorgungskrise in Ostdeutschland
Berlin, 12. März 2026 Schwer psychisch belastete Geflüchtete in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt leiden unter einer gravierenden Unterversorgung. Eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt, dass nur ein Prozent eine Behandlung erhält, die internationalen Standards entspricht. Viele geflüchtete Menschen sind aufgrund Ihrer Erfahrungen von schwerer Gewalt oder nach ihrer Flucht schwer belastet. 60 Prozent der […]
10. Oktober 2025
Doppelte Finanzierungslücke gefährdet psychosoziale Versorgung Geflüchteter
Die psychosoziale Versorgung für Geflüchtete und Überlebende von Krieg, Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen steht in Deutschland vor dem Kollaps. Zwei zentrale Finanzierungsquellen – die Bundesmittel und die EU-Gelder aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) – drohen 2026 massiv zu schrumpfen oder ganz auszufallen. Ohne Sofortmaßnahmen müssen manche Psychosozialen Zentren (PSZ) einen Großteil ihres […]
26. Juni 2025
Nur 3,3 Prozent des Bedarfs gedeckt: Schwere Versorgungslücke für Überlebende von Folter und Gewalt
Lediglich ein Bruchteil des psychosozialen Versorgungsbedarfs von Menschen, die vor Folter und schwerer Gewalt nach Deutschland geflüchtet sind, kann gedeckt werden: Nur 3,3 Prozent erhalten die dringend benötigte Unterstützung. Das zeigt der heute veröffentlichte Bericht „Flucht und Gewalt. Psychosozialer Versorgungsbericht 2025“ der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF).