Versorgung & Bedarf
Geflüchtete haben in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht oft schwere Gewalt erlebt. Die Unsicherheit während des Asylverfahrens und die Unterbringung in Massenunterkünften sind oft zusätzlich belastend. Die Hürden auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben sind hoch und vor allem für traumatisierte Geflüchtete manchmal nicht ohne psychosoziale Unterstützung zu bewältigen.
Ob in Deutschland ausreichend Unterstützungsangebote für psychisch belastete Geflüchtete zur Verfügung stehen, wie zugänglich psychotherapeutische Versorgung ist und wie viele geflüchtete Menschen letztlich in- und außerhalb des Gesundheitssystems versorgt werden können, wird in Deutschland nach wie vor kaum diskutiert.
Die BAfF stellt jährlich aktualisierte Analysen zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern zur Verfügung, um die Diskussion voranzubringen und konkrete Forderungen aufzustellen.
10. Oktober 2025
Doppelte Finanzierungslücke gefährdet psychosoziale Versorgung Geflüchteter
Die psychosoziale Versorgung für Geflüchtete und Überlebende von Krieg, Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen steht in Deutschland vor dem Kollaps. Zwei zentrale Finanzierungsquellen – die Bundesmittel und die EU-Gelder aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) – drohen 2026 massiv zu schrumpfen oder ganz auszufallen. Ohne Sofortmaßnahmen müssen manche Psychosozialen Zentren (PSZ) einen Großteil ihres […]
26. Juni 2025
Nur 3,3 Prozent des Bedarfs gedeckt: Schwere Versorgungslücke für Überlebende von Folter und Gewalt
Lediglich ein Bruchteil des psychosozialen Versorgungsbedarfs von Menschen, die vor Folter und schwerer Gewalt nach Deutschland geflüchtet sind, kann gedeckt werden: Nur 3,3 Prozent erhalten die dringend benötigte Unterstützung. Das zeigt der heute veröffentlichte Bericht „Flucht und Gewalt. Psychosozialer Versorgungsbericht 2025“ der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF).
5. Mai 2025
Künftige Bundesregierung und Asylpolitik: Menschenrechtliche Standards vernachlässigt – Schutzbedarfe ignoriert
Mit der Wahl des neuen Bundeskanzlers und dem Start der Bundesregierung aus SPD und CDU/CSU wird klar: In der Asyl- und Migrationspolitik sind massive Verschärfungen geplant. Anstatt Schutzlücken zu schließen und menschenrechtliche Verpflichtungen ernst zu nehmen, sollen Standards weiter abgesenkt und Bleiberechte eingeschränkt werden. Psychosoziale Versorgung: Politisch anerkannt, aber ohne tragfähiges Konzept – trotz dringendem […]