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Wer wir sind

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) ist der Dachverband der Psychosozialen Zentren, Einrichtungen und Initiativen, die sich die psychosoziale und therapeutische Versorgung von Geflüchteten in Deutschland zur Aufgabe gemacht haben. Der eingetragene Verein ging aus einer Reihe von nationalen Treffen hervor, bei denen die Idee eines bundesweiten Bündnisses der Psychosozialen Zentren in Deutschland diskutiert wurde. In deren Folge wurde die Gründung der BAfF beschlossen und 1996 in die Tat umgesetzt.

Unsere Mitglieder

Derzeit sind in der BAfF 44 psychosoziale Behandlungszentren, Initiativen und Einrichtungen für die medizinische, psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung und Rehabilitation von Opfern von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen vernetzt. Davon sind 10 Zentren im Aufbau. Namen und Adresse sind unter der Rubrik Hilfe vor Ort zu finden.

Finanzierung

Neben den Mitgliedsbeiträgen finanziert sich die BAfF hauptsächlich aus Projektmitteln und durch Spenden. Die BAfF hat sich der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und veröffentlicht wichtige Daten zum Verein, der Herkunft der Hauptfinanzierungen sowie weitere Daten, um Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen – nicht nur für unsere Mitglieder, sondern auch für die Öffentlichkeit, Spender*innen, Fördernde und alle Interessierte. Zur BAfF-Transparenzseite

Unser Leitbild

  • Wir fühlen uns der Wahrung der Menschenrechte, insbesondere des Rechtes auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit der bei uns Hilfe suchenden Menschen verpflichtet.
  • Wir fördern und unterstützen eine umfassende Verantwortung der Gesellschaft für die in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlinge und Opfer von Menschenrechtsverletzungen.
  • Wir nehmen Aufgaben wahr, die allen Mitgliedsorganisationen gemeinsame Anliegen sind und die die Wirkungs- und Einflussmöglichkeiten der einzelnen Organisationen sinnvoll erweitern.

Was wir machen

Die BAfF arbeitet auf verschiedenen Ebenen an einer Stärkung der Versorgungssituation von traumatisierten Geflüchteten. Durch verschiedene Projekte, im Austausch mit Mitgliedszentren und internationalen Partnerorganisationen fördert die BAfF den fachlichen Austausch von Erfahrung und Wissen unter den Zentren, vertritt gemeinsame Anliegen im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituation der Überlebenden politisch motivierter Gewalt und entwickelt Qualitätsstandards für eine angemessene Behandlung traumatisierter Geflüchtete. Darüber hinaus fördert sie die Wahrnehmung der Folgen von organisierter Gewalt und des Lebens im Exil in der Öffentlichkeit und den entsprechenden Fachkreisen.

Handlungsfelder der BAfF

Vernetzung
  • Wir vernetzen die Behandlungszentren für Flüchtlinge und Folteropfer auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
  • Wir setzen uns für eine verstärkte Kooperation zwischen den einzelnen Behandlungszentren auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein.
Fachliche Expertise
  • Wir stärken den fachlichen Austausch von Erfahrung, Wissen und Information zwischen den einzelnen Behandlungszentren.
  • Wir entwickeln und dokumentieren ethische und professionelle Standards für eine angemessen Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Opfern organisierter Gewalt. Und sorgen für deren Verbreitung.
  • Wir setzen Impulse in der wissenschaftlichen Forschung, um zur Klärung von Fragen zu Folgen von organisierter Gewalt auf den Menschen sowie zur Entwicklung von Methoden zu ihrer ganzheitlichen Behandlung beizutragen.
  • Wir sammeln und dokumentieren neueste Forschungsergebnisse und sorgen für deren Verbreitung.
  • Wir beobachten und dokumentieren rechtliche Veränderungen in der Flüchtlingspolitik und informieren darüber.
  • Wir vermitteln Expertise für Tagungen, Expertenrunden, Politik, Verwaltung, Fachleute u.a.
Weiterbildung
  • Wir entwickeln, fördern und organisieren Qualifizierungsmaßnahmen innerhalb der Behandlungszentren (Fortbildungen, Fachtagungen, Zusammenarbeit mit Ausbildungsinstituten u.ä.).
  • Wir bieten Qualifizierungsmaßnahmen für Fachleute außerhalb der Behandlungszentren an.
Öffentlichkeitsarbeit
  • Wir stärken den Schutz und die Achtung für die Opfer von organisierter Gewalt und setzen uns für die Wahrung der Menschenrechte ein.
  • Wir fördern die Wahrnehmung der Folgen von organisierter Gewalt und unfreiwilligen Exils in der Öffentlicheit und den entsprechenden Fachkreisen.
  • Wir suchen und fördern die Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern, Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialwesen sowie weiteren öffentlichen Interessenvertretern und europäischen Institutionen. Dabei setzen wir uns für eine (rechtliche) Verbesserung der Lebenssituation von in Deutschland lebenden Flüchtlingen und Opfern organisierter Gewalt ein.
  • Wir vertreten gemeinsame Anliegen der Behandlungszentren gegenüber der Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträgern auf lokaler, regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene.