30. Juni 2026
Psychotherapie im Krieg: Was unsere Kolleg*innen in der Ukraine leisten
Nach mehr als vier Jahren Krieg nimmt die internationale Aufmerksamkeit für den Ukraine-Krieg ab. Die Vereinten Nationen zählen bis 2026 über 15.000 getötete und über 40.000 verletzte Zivilistinnen, darunter mehrere tausend Kinder. Zurück bleiben Menschen, die unter Beschuss weiterleben, arbeiten, trauern und sich gegenseitig unterstützen. Die Organisation ROKADA, ein Projektpartner des Bundesverbands Psychosozialer Zentren, leistet […]
26. Juni 2026
Positionspapier zur GEAS-Reform
Minderjährige im Gesundheitssystem im Fokus:Versorgung sichern statt Lücken vergrößern Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind häufig in besonderem Maße psychisch belastet. Erfahrungen von Gewalt, Verlust und Unsicherheit vor und während der Flucht sowie belastende Unterbringungs- und Verfahrensbedingungen nach der Ankunft in Deutschland wirken sich erheblich auf ihre psychische Gesundheit aus. Die neuen GEAS Anpassungsgesetze halten endlich […]
23. Juni 2026
Positionspapier: Gleiche Versorgung für alle Kinder
Mit Inkrafttreten der europäischen Asylregeln haben mehrere Kinderschutzorganisationen, soziale Träger und der Bundesverband Psychosozialer Zentren ihre Forderungen nach einer bedarfsgerechten Versorgung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen erneuert. Schutzbedarfe sollen demnach frühzeitig erkannt, der Zugang zur gesundheitlichen Regelversorgung geschaffen und die psychosoziale Versorgungsstruktur substantiell gestärkt werden. Das ausführliche Positionspapier finden Sie hier (Link) Offensichtlich ist: Viele […]
Der Bundesverband Psychosozialer Zentren (ehemals BAfF) vernetzt derzeit 51 Psychosoziale Zentren in Deutschland, die Menschen unterstützen, die Krieg, Folter, Flucht und andere schwere Gewalt erfahren haben. Die Zentren bieten psychosoziale Beratung, Psychotherapie, Krisenintervention sowie sozialarbeiterische Unterstützung. mehr
51 Mitgliedszentren
25861 Klient*innen pro Jahr
Einzelfallbericht
Ich denke, ich bin tot. Im Moment ist es sehr kompliziert für mich. Ich bin verwirrt, ich bin gestresst, ich habe jeden Tag Albträume über meine Vergangenheit, über meine Situation auf der Flucht.
Gbati aus Togo
Ich habe sehr viel Angst gehabt, als ich die Fahrzeuge gehört habe. Und da bin ich ins Haus gegangen, und fünf Minuten später haben Panzer genau auf die Stelle geschossen, wo ich gerade eben stand. Alles draußen war zerstört, aber wir haben überlebt, weil wir den Keller hatten. Die Angst während des Angriffs kann man nicht mit Worten beschreiben.
Sajdat aus Tschetschenien
Wir lebten so, als wären wir ihre Gefangenen oder ihre Sklaven. Wo sollen wir hingehen, wenn wir keine Rechte haben, nicht leben können und verfolgt werden, entrechtet sind, was sollen wir denn machen?
Hussein aus Syrien
Wenn ich über diese Sachen, über meine Zukunft nachdenke, dann beginne ich zu weinen.
Francis aus Nigeria
Mein Name ist Alisha, 18 Jahre alt, und ich komme aus Afghanistan. Ich sollte jemanden heiraten, den ich nicht liebte und ich entschied mich, hierher zu kommen, mit dem, den ich liebe.
Alisha aus Afghanistan
Jahrestagung 8.-10.6.2026 in Hamburg: Mut zur Menschlichkeit
Unsere diesjährige Tagung vom 8. – 10. Juni 2026 in Hamburg widmet sich den zentralen Herausforderungen psychosozialer Arbeit im Kontext von Flucht und Trauma – und zugleich den darin liegenden Möglichkeiten. Unter dem Leitmotiv Mut zur Menschlichkeit richtet sie den Blick nicht nur auf Belastungen, sondern auch auf die Kraft von Beziehung, Würde und gemeinsamer […]
Rückblick: Bund-Länder-Dialog der BAfF
Im Dezember 2025 kamen Vertreter*innen aus Landesministerien und Behörden sowie Zivilgesellschaft zum Bund-Länder-Dialog der BAfF zusammen. Thema war die Umsetzung der GEAS-Reform in Deutschland und der Schutz besonders vulnerabler Geflüchteter.Mit dem Bund-Länder-Dialog schaffen wir einen strukturierten Raum für Austausch und Zusammenarbeit – damit Schutzrechte auch in der Praxis greifen und menschenrechtliche Standards nicht unterminimiert werden. […]