Aktuelles
Fachgespräch zur „Gesundheitlichen Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge“
Angesichts der anstehenden Novellierung des Asylbewerberleistungsgesetzes hat die BAfF am 18. Januar gemeinsam mit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. eine Fachveranstaltung zur „Gesundheitlichen Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge“ durchgeführt.
Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Politiker und Politikerinnen aus dem Deutschen Bundestag und aus den Ländern sowie EntscheidungsträgerInnen der Ministerien... weiterlesen
Schulungen für EntscheiderInnen im Asylprozess
Lesen Sie hier mehr über das Projekt "Training & Coaching für AsylentscheiderInnen"
Selbstevaluationsprozess in den Behandlungszentren – Einführung der EXSEM-Methode
Mit EXSEM hat die BAfF eine Methode entwickelt, die es den spezialisierten Teams der Behandlungszentren für Flüchtlinge und Folteropfer ermöglicht, ihre Arbeit speziell orientiert an den je relevanten Anforderungen, Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ihrer täglichen Praxis zu evaluieren. Im September führten wir die ersten Teamtage in unseren Partnerzentren durch. Im Mittelpunkt der Reflexion stand dabei der Austausch über Schlüsselkonflikte in den jeweiligen Einrichtungen. Diese wurden im Rahmen von Empowerment-Analysen reflektiert und schließlich outcome-orientiert diskutiert. Während der zweiten Teamtag-Phase Anfang 2012 werden wir schließlich vor dem Hintergrund des Transfers in die Praxis an Lösungen für die genannten Konflikte arbeiten.
Kinderrechte kennen keine Herkunft!
„Gleiches Recht für alle Kinder”. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention. Dennoch verweigert unsere Regierung bisher 40.000 Flüchtlingskindern gleiche Rechte und ein Aufwachsen in Würde. Flüchtlingskinder können nur bei akuten Schmerzen zum Arzt. Sie erhalten nur zwei Drittel des sonst allen zustehenden Existenzminimums. Das AsylbLG stempelt sie zu Kindern zweiter Klasse. Fordern auch Sie Bundessozialministerin von der Leyen und die SozialministerInnen der Länder auf, das diskriminierende Sondergesetz endlich abzuschaffen!
Den campact!-Appell gegen die Diskriminierung von Flüchtlingen können Sie hier unterzeichnen.
Hier finden Sie ausführlichere Informationen zu den Forderungen der Kampagne nach umfassenden Gesetzesänderungen und praktischen Verbesserungen.
Und hier gelangen Sie direkt auf die Homepage der Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder!".
Publikation zur Schreibwerkstatt erschienen
Unser Zeitzeugenprojekt ermöglichte uns über lange Zeit hinweg, intensiv gemeinsam mit Flüchtlingen und Überlebenden von Folter und Gewalt an der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen zu arbeiten.
Mit der Veröffentlichung der Broschüre „Und meine Seele jagte den flüchtenden Worten nach...“ - einem Sammelband der Texte, die in unserer Schreibwerkstatt entstanden sind, möchten wir Sie nun einladen, an den Geschichten und Gedichten der ZeitzeugInnen teilzuhaben, ihr persönliches Schicksal nachzuvollziehen und sie dabei zu begleiten, wie sie Worte fanden für ihre inneren Bilder und Gedanken, für ihre Gefühle und Erinnerungen, ihre Wünsche und Visionen.
Die Broschüre zur Schreibwerkstatt können Sie über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gegen Porto bestellen. Allen unseren Mitgliedszentren werden wir in Kürze ein Exemplar zukommen lassen.
Vorschlag der EU zur Überarbeitung der Aufnahmerichtlinien: Chancen für eine Verbesserung des Asylverfahrens, der Lebensbedingungen sowie der gesundheitlichen Versorgung von AsylbewerberInnen
Die Europäische Kommission will ihre Mitgliedsstaaten mit der nächsten Überarbeitung der Aufnahmerichtlinien noch eindeutiger dazu verpflichten, „Maßnahmen zur raschen Ermittlung der besonderen Bedürfnisse schutzbedürftiger Personen" sowie ihrer "kontinuierlichen Unterstützung und Kontrolle im Einzelfall“ umzusetzen.
Auch materielle Leistungen und die medizinische Versorgung von AsylbewerberInnen sollten gemäß des Vorschlags künftig einem Lebensstandard entsprechen, der „den Lebensunterhalt sowie den Schutz der physischen und psychischen Gesundheit“ - einschließlich erforderlichenfalls einer „geeigneten psychologischen Betreuung“ – gewährleiste. Dieser solle „auf Grundlage der Bezugsgröße(n), um eigenen Staatsangehörigen einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten" berechnet werden.
Lesen sie hier mehr zu eventuellen Änderungen hinsichtlich der medizinischen Versorgung, dem Zugang zu Bildungs- und Arbeitsmarkt sowie auch zur Anpassung des Asylverfahrens an die Bedürfnisse von AsylbewerberInnen.
Vereinte Nationen fordern die Regierung zur Gleichstellung von Asylsuchenden auf
Der Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der UN übt scharfe Kritik an den unzureichenden Sozialleistungen für AsylbewerberInnen in Deutschland. Nach Einschätzung der internationalen BeobachterInnen bestehe insbesondere bezogen auf die gravierenden Mängel in der medizinischen Versorgung, auf die unangemessenen und überfüllten Unterkünfte sowie den eingeschränkten Zugang von AsylbewerberInnen zum Arbeitsmarkt unbedingter Handlungsbedarf.
ECCHR-Jahresbericht 2009/2010 erschienen
Menschenrechte bleiben allzu oft nur eine juristische Abstraktion. Viele glauben, jemand werde sich schon für ihre Einhaltung einsetzen. Doch auch die Arbeit mit unseren KlientInnen zeigt, dass sie Tag für Tag aktiv gegen alle möglichen Widerstände durchgesetzt werden müssen.
Das ECCHR ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschenrechte mit juristischen Mitteln schützen und voranbringen will. Sie versucht in ausgewählten Fällen u.a. mithilfe von Klagen vor europäischen Gerichten oder der Initiierung von Strafverfahren rechtliche Antworten zu finden. Sie will den Betroffenen Mut machen, ihre Rechte zu artikulieren und durchzusetzen, damit sie ihre Würde zurückgewinnen und sich aus der Opferrolle befreien können. Verfahren dieser Art beeinflussen nicht nur den juristischen Diskurs, sondern erfüllen auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion: sie tragen zur Auseinandersetzung mit Praktiken von Menschenrechtsverletzungen bei und fördern dadurch ebenso eine Aufarbeitung kollektiver Traumata wie den sozialen Widerstand gegen menschenrechtliche Missstände.
Erfahren Sie hier mehr über die Organisation oder informieren Sie sich direkt in ihrem
Jahresbericht.
Diplomarbeit zu Traumafolgestörungen im Asylverfahren online
Die Bedürfnisse traumatisierter Flüchtlinge müssen im Asylverfahren frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden, um Traumafolgestörungen vorzubeugen.
Vor diesem Hintergrund stellt diese Diplomarbeit ein seit 2009 vom Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS) etabliertes Praxismodell der Sekundärprävention von Traumafolgestörungen bei traumatisierten Asylbewerbern vor. Sie zeigt auf, welche posttraumatischen Schutzfaktoren durch welche konkreten Maßnahmen wirksam werden können und leitet hieraus die fundierte Hoffnung auf eine sekundärpräventive Wirksamkeit des Verfahrens ab.
>> Lesen Sie hier die Diplomarbeit:
Traumafolgestörungen bei Asylbewerbern (678.77 kB)
"Diotima-Ehrenpreis" der deutschen Psychotherapeutenschaft für die BAfF
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat der BAfF für ihr besonderes Engagement in der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen,
politisch Verfolgten und Opfern von Menschenrechtsverletzungen den Diotima-Ehrenpreis verliehen.
Am 13. Mai 2011 nahm Elise Bittenbinder, Vorsitzende der BAfF, den Preis stellvertretend für die Mitgliedszentren der BAfF auf der Festveranstaltung zum 18. deutschen Psychotherapeutentag entgegen.
Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der BPtK, würdigte in seiner Rede zur Vergabe des Ehrenpreises „nicht nur die herausragenden Versorgungsleistungen“, den „Idealismus und das Engagement der MitarbeiterInnen der psychosozialen Behandlungszentren“ sondern auch deren „erheblichen Beitrag zur Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Behandlung von Flüchtlingen und Folteropfern“...
>> direkt zur Rede
Helfen wo es keine Heilung gibt? - Die Arbeit mit Opfern von Folter: kann sie Widersprüche auflösen? (629.23 kB)
(Foto: BPtK)
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Vom 10. bis 12. Mai fand in Amsterdam eine Konferenz des European Network of Rehabilitation Centres for Survivors of Torture statt. Die Konferenz stand im Lichte des Themas "Identification, Health Assessment and Documentation for Survivors of Torture: Early identification and assessment: Models and standards of good practice."
>> direkter Download des Conference Report
>> Informationen über das European Network of Rehabilitation Centres for Survivors of Torture
"beHandeln statt verwalten!"
Kampagne zur Sicherung der Gesundheitsversorgung von besonders vulnerablen Flüchtlingen
Menschen, die durch Folter, Verfolgung oder Misshandlung unvorstellbare Qualen erlitten haben, sind häufig traumatisiert und bedürfen spezieller Hilfe und Behandlung. Täglich erleben wir in unserer Arbeit die Verzweiflung der Menschen, von denen wir immer nur einem kleinen Teil helfen können, da der deutsche Staat sich hartnäckig weigert seiner humanitären und mittlerweile auch rechtlichen Verantwortung nachzukommen.
Ziel der Kampagne "beHandeln statt Verwalten" ist die Sicherstellung einer medizinischen und therapeutischen Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge. weitere Informationen
Zeitzeugen der Menschenrechte berichten jetzt online!
Mit ihrem Zeitzeugenprojekt reagiert die BAfF auf das Bedürfnis von Flüchtlingen, ihre Erlebnisse von Gewalt, Flucht sowie des Lebens im Exil mitzuteilen, Schrecken und Leid, aber auch die Hoffnung auf ein neues Leben in die Öffentlichkeit tragen und für nachfolgende Generationen dokumentieren zu wollen.
Besuchen Sie das Projekt auf der Website, haben Sie teil am persönlichen Schicksal, den Geschichten und Gedichten der ZeitzeugInnen und erfahren Sie mehr über Hintergründe zur politischen Lage der jeweiligen Heimatländer. Sie werden sehen, wie sehr die Geschichten der Flüchtlinge zugleich Zeugnis ihrer eigenen Stärke sowie auch der besonderen Solidarität anderer Menschen sind.
Außerdem können Sie sich hier über weitere Details zum Projekt informieren.
Die KünstlerInnen, die in der Galerie Upgang ausstellen, kommen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Was sie vereint, ist ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Werden Sie KunstsammlerIn und helfen Sie Überlebenden von Folter und anderen Formen schwerer Menschenrechtsverletzungen.






