Corona: Informationen zu digitaler Beratung und Therapie

Link- und Materialsammlung für Beratung und Behandlung während Covid-19

Stand: 06.04.2020

Da uns einige Anfragen erreichen, möchten wir für die psychosoziale und psychotherapeutische Arbeit mit Geflüchteten Informationen bereitstellen, wie auch während der aktuellen Situation die Beratung und Therapie noch möglich gemacht werden können.

Die Sammlung wird regelmäßig aktualisiert. Falls es weitere Informationen oder Hinweise gibt, gerne an Lea Flory (lea.flory@baff-zentren.org)

Informationen zu Online-/Videobehandlung:

  • Praxis-Info der BPtK zu „Videobehandlung, Meldepflichten, Hygiene und Entschädigungen“ in Coronazeiten: Link
  • Informationen der KBV zu Onlinesprechstunden: Link
  • Kostenfreier Ratgeber zur Videosprechstunde im BELTZ-Verlag: Link
  • Leitfaden der BPtK zur Beurteilung von Internetprogrammen im psychotherapeutischen Praxisalltag: Link
  • Praxis-Info der Bundespsychotherapeutenkammer zu Videobehandlung (Nov 2019): Link
  • Übersicht der KBV zur Vergütung von Videosprechstunden: Link
  • Wie bestimmt viele andere Landespsychotherapeutenkammern auch, stellt die Berliner PTK wichtige Informationen zu Behandlung, Kostenerstattung, Melde- und Schweigepflichten während Corona zur Verfügung: Link

Anbieter für Online-Beratung / Online-Therapie:

  • Liste zertifizierter Videodienstanbieter durch und von der KBV: Link
  • Der health innovation hub will die digitale Transformation im deutschen Gesundheitswesen zum Wohle von Patient*innen befördern. Es gibt hier nun auch eine extra Seite zur Corona-Krise. Hier findet sich auch eine Auflistung von Anbietern, die für die kommenden Monate einen kostenlosen Zugang anbieten: Link
  • Für alle Mitgliedszentren der BAfF: es findet im PSZ-Forum ein Austausch zu hilfreichen Onlinetools statt: #tele-videoberatung

Links zum Diskurs der Online-Therapie

  • Die Bundespsychotherapeutenkammer hat 2017 in einem Standpunkt das Thema „Internet in der Psychotherapie“ beleuchtet: Link
  • Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz hat auf ihrer Homepage eine Reihe an Informationen zu „Diskurs Digitalisierung Psychotherapie” gesammelt (Broschüren, Podcasts): Link
  • Bei der BAfF-Tagung in Potsdam wurden Expert*innen aus den Psychosozialen Zentren gebeten im Diskussionsforum „Therapie der Zukunft?“ neue Trends und Standards zu diskutieren, darunter auch zu den Themen: digitale und analoge Therapie (S.102-105): Link
  • Interview im Ärzteblatt, welche Auswirkungen Corona auf die psychische Stabilität haben kann und warum Videobehandlung das Mittel der Wahl ist: Link
  • Interview mit Dr. Dietrich Munz, Präsident der BPtK zur Psychotherapeutischen Versorgung während Corona: Link

Infos zum Videodolmetschen:

  • Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) hat im November 2018 ein Positionspapier zum Telefon- und Videodolmetschen im Gemein- und Gesundheitswesen herausgegeben: Link
  • Informationen für Dolmetscher*innen zur Corona-Situation: Link

Anbieter Videodolmetschen:

In den meisten Modellen wird eine monatliche Grundgebühr erhoben und zusätzlich ein Betrag pro in Anspruch genommener Minute berechnet. Weitere Kosten, die entstehen können, sind einmalige Anschluss- oder Vermittlungsgebühren.

Apps und Selbsthilfe-Webseiten:

In den psychosozialen Zentren finden schwer belastete Geflüchtete einen sicheren Ort und sichere Beziehungen, die nach massiven Stresserfahrungen und Traumatisierungen stabilisierend und heilend wirken können. In der Online-Therapie und -Beratung sowie in der Verwendung von Apps oder anderen Selbsthilfe-Angeboten können diese wichtigen Erfahrungen in der Regel nicht in dem notwendigen Ausmaß gemacht werden. Nichtsdestotrotz stellen Sie gerade in Situationen von Krise und Isolation eine häufig hilfreiche Ressource dar. Die folgenden Apps und unterstützenden Materialien wurden von der BAfF gesichtet und als hilfreiche zusätzliche Unterstützung eingeschätzt. Diese Liste stellt jedoch keine abschließende Aufzählung und Einschätzung dar. Über Informationen zu weiteren Materialien und Ihren/Euren Erfahrungen freuen wir uns.

  • Selbsthilfe-App „ALMHAR“ – Durch Psychoedukation den Körper besser verstehen (Englisch, Arabisch, Farsi): Die App für Android erklärt die häufigsten emotionalen Probleme von traumatisierten Menschen. Der niedrigschwellige, psychoedukative Ansatz wird in 12 Modulen mit Übungen umgesetzt. Ein anonymisierter Fragebogen wurde zu Forschungszwecken hinterlegt. Es wird erklärt, dass eine App keine Psychotherapie ersetzt und dass es sein kann, dass nicht alle Informationen und Übungen allen Menschen gleich helfen. Die Beschwerden werden als „normale Reaktion auf unnormale Umstände“ beschrieben. Die Psychoedukation wird von einem empowernden Ansatz begleitet. Entwickelt durch das Zentrum Überleben. Informationen und Download: almhar.org
  • NAWA – “der Ort der Geborgenheit” (kurdisch) Informationen und Übungen für traumatisierte Menschen (Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Farsi, Russisch, Serbo-kroatisch, Tamil, Türkisch), die helfen besser zu verstehen, was bei einem Psychotrauma passiert und welches Verhalten hilfreich ist. Es wird zu Anfang erläutert, dass die Beschwerden „normale Reaktionen auf unnormale Umstände“ sind. Die Psychoedukation wird von einem empowernden Ansatz begleitet. Anhand von Geschichten der Klient*innen werden Trauma und Symptome beschrieben und dadurch gesellschaftlich und politisch kontextualisiert. Traumafolgen werden nicht abstrakt, sondern in Alltagssituationen eines Paares mit Kindern erklärt. Es werden weiterführende Informationen und Übungen zur Selbsthilfe gegeben. Entwickelt durch das PSZ Düsseldorf: Link
  • Die Website www.refugee-trauma.help (Deutsch, Englisch, Tigrinisch, Farsi) informiert über Trauma und seine Folgen. Sie bietet Übungen zum Download mit denen traumatisierte geflüchtete Kinder und Erwachsene ihre Kräfte zur Selbstheilung aktivieren können. Die Audio-Übungen gibt es in folgenden Sprachen: Albanisch, Arabisch, Serbisch/Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Russisch, Tamil und sind jene aus dem Projekt NAWA vom PSZ Düsseldorf (siehe oben). Es werden außerdem Informationen für Unterstützer*innen gegeben. Entwickelt von Dr. Birgit Kracke, Fachärztin für Psychiatrie/Psychotherapie und Team.
  • Die Website www.refugeeum.eu (Albanisch, Arabisch, Dari/Farsi, Englisch, Deutsch, Französisch, Serbisch/Bosnisch) wurde von Psychologie-Studierenden entwickelt. Es werden Belastungsreaktionen erklärt, die nach einer Traumafolgestörung auftreten können und Übungen bereitgestellt, die Betroffene selbst ausprobieren können. Die Informationen und Übungen sind textbasiert. Reaktionen sind normal. Entwickelt von Psychologie-Studierenden mit der Unterstützung von Segemi und Menschen mit Fluchterfahrung.
  • Die Website www.selfhelpfortrauma.org stellt eine Methode (Trauma Tapping Technique) vor, die zur Stressreduktion angewendet werden kann (Arabisch, Dari/Farsi, Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Somali, Tigrinisch). Die Methode ist als App und als PDF erhältlich. Vorsicht: Auf der Webseite wird trotz der Klarstellung, dass es sich um eine Methode zur momentanen Beruhigung des Nervensystems handelt und keine Psychotherapie ersetzt, an anderen Stellen von „Heilung“ gesprochen. Innerhalb der Methode wird diese irreführende Beschreibung nicht verwendet. Entwickelt von Gunilla Hamne und Ulf Sandström, Gründer*innen von „Peaceful Heart Network“ (aus dem Kontext Entwicklungszusammenarbeit, vergeben Zertifikate an Trainer*innen).
  • Psychoedukatives Material zur Unterstützung von geflüchteten Eltern in den Sprachen (Arabisch, Deutsch, Englisch, Kurdisch, Persisch) als pdf zum Download. Zusammengestellt im Jahr 2016 durch die Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK).

Team-Kommunikation im PSZ:

  • Hinweise zu Anbietern für Gruppentelefonate und Videokonferenzen, Instant Messenger und Chatgruppen als auch für Wissensablage: Link
  • Anleitung „HowTo: Plenum während einer Pandemie“: Link

Mehrsprachige Informationen zu Corona

  • Newsticker Coronavirus von ProAsyl: Informationen für Geflüchtete und Unterstützer*innen: Link
  • Informationen des BAMF zu Auswirkungen auf das Asylverfahren in sechs Sprachen, sowie leichter Sprache: Link
  • Täglich aktualisierte Infos der Bundesregierung zu Covid-19. Die Informationen werden laufend erweitert und aktualisiert. Folgende Sprachen sind verfügbar: Englisch, Türkisch, Polnisch, Französisch, Italienisch, Griechisch, Kroatisch, Bulgarisch, Persisch, Chinesisch und Arabisch: Link
  • Nach 16 Sprachen sortierte Informationen zu Covid-19 (auch Audios) durch die Medizinischen Flüchtlingshilfe Düsseldorf: Link
  • Täglich aktualisierte mehrsprachige Informationen zu Covid-19 von handbookgermany (Arabisch, Englisch, Persisch, Türkisch, Französisch, Paschto): Link
  • Unser Mitgliedszentrum MFH Bochum sammelt Informationen zu Covid-19 auf ihrer Homepage, gut nach Sprachen sortiert: Link
  • Die Organisation Ärzte der Welt stellt Hinweise zu Covid-19 für potentielle Betroffene in 34 Sprachen zur Verfügung: Link
  • Übersicht von Handicap International zu Infomaterial zum Corona-Virus (mehrsprachig und barrieresensibel): Link
  • Review zu den psychologischen Auswirkungen von Quarantäne und wie sie reduziert werden können: Link
  • Die Johanniter Unfallhilfe hat mehrsprachige Kurzinformationen herausgebracht (Stand 13.03.2020):
  • Videoupdates: WDRforyou erstellt regelmäßig Corona-Update Videos auf Arabisch und Farsi: Link
  • Radioupdates: Radio Cosmo berichtet in neun Sprachen täglich ab 18 Uhr im Livestream, sonst im Podcast: Link
  • Corona-Blog von YAAR e.V. mit Informationen auf Farsi: Link
  • Hinweise zu Hygiene der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat auch mehrsprachige Tipps (Arabisch, Englisch, Russisch, Türkisch) zum Hygieneverhalten für Eltern erstellt: Link