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Psychosoziale & psychiatrische Versorgung geflüchteter Menschen in den ostdeutschen Bundesländern 2022. Eine Bestandsaufnahme

Beschreibung

Große Lücken in der psychosozialen Versorgung von Geflüchteten in den ostdeutschen Bundesländern

Neue Daten zeigen die Hürden in der psychosozialen & psychiatrischen Versorgung von geflüchteten Menschen in Ostdeutschland.

Insgesamt wurden 2.375 Personen im Jahr 2020 von den Psychosozialen Zentren in Ostdeutschland versorgt. Die Klient*innen stammten aus über 100 Ländern, am häufigsten kamen sie aus Afghanistan, Syrien, der Russischen Föderation, Iran und Irak. 7,7% waren minderjährig.

Die Psychosozialen Zentren verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und bieten multiprofessionelle und bedarfsgerechte Unterstützung an. Die Angebote umfassen (psycho-)soziale und asylrechtliche Beratung, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, psychiatrische Versorgung und kreative, bewegungs- und bildungsorientierte Formate. Allerdings fehlen bei den Psychosozialen Zentren oftmals die Kapazitäten, um alle Menschen mit Bedarf aufzunehmen. Hinzu kommt die ländliche Prägung sowie häufig schwache Infrastruktur, die die Versorgung erschweren.

Forderungen:

  • Anerkennung der Psychosozialen Zentren in den ostdeutschen Bundesländern als relevante Anlaufstellen und unverzichtbare Partner*innen in der Versorgung von geflüchteten Menschen inkl. nachhaltiger Finanzierung
  • Ausbau von Beratungsangeboten in den Unterkünften
  • Abschaffung der AnkER-Zentren
  • Ausbau und Förderung von Netzwerkstrukturen.

Der Bericht steht auch als PDF zum Download bereit.