Zeitzeugen der Menschenrechte

Flüchtlingen und Folteropfern ein Stimme geben

Das Projekt Zeitzeugen der Menschenrechte verfolgte das Ziel, folterüberlebenden Flüchtlingen zu einer Stimme im öffentlichen Raum zu verhelfen. Ihre Erfahrungen von schweren  Menschenrechtsverletzungen und ihre Schwierigkeiten im Exil sind oft Thema der Zeitzeugnisse. Sie berichten aber auch über ihren Lebenswillen und ihre Kraft, trotz Folter und Erniedrigung weiterzuleben.

Aufbau und Unterstützung

image002Wir dokumentierten diese Zeitzeugnisse in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedseinrichtungen der BAfF in Form von Interviews, Gruppendiskussionen, einer Schreibwerkstatt und verfremdeten Fotos. Anonymisierte Fassungen dieser Dokumentation stellen wir der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Dokumentation von Zeitzeugnissen wurde von den Mitgliedseinrichtungen der BAfF, ehrematlichen Studierenden der Psychologie, Ethnologie und Politologie unterstützt. Die Interviewer wurden sorgfältig von der Koordinationsstelle und in den Mitgliedszentren eingearbeitet und die Kommunikation zwischen behandelnden Therapeuten und Beratern war dauerhaft gewährleistet. Neben der Kooperation des Projekts mit der Freien Universität Berlin, in deren Rahmen Forschungspraktika angeboten wurden, Diplomarbeiten entstanden und veröffentlicht wurden, findet das Projekt Unterstützung durch die UNO-Flüchtlingshilfe, Aktion Mensch und amnesty international Deutschland.

Motivation

Mit dem Projekt reagiert die BAfF einerseits auf das Bedürfnis der Menschen, ihre Erlebnisse von Gewalt, Flucht, Leben im Exil bzw. Rückkehr in die Heimat mitzuteilen und damit öffentlichen Raum zu betreten. Andererseits zielt die Veröffentlichung ihrer Biographien und Einzelschicksale auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit ab. Durch die Dokumentation der Zeitzeugen-Berichte können die unaussprechlichen Erlebnisse zugänglich und die konkreten Probleme und Bedürfnisse der Folteropfer sowie die erforderliche Unterstützung deutlich gemacht werden.

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Ziel des Projektes

  • Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins für die Situation von Folterüberlebenden sowie
  • Förderung der gesellschaftlichen Integration und Partizipation der Flüchtlinge.

Themenbereiche

Durch die Narrativen der Flüchtlinge werden Themen angesprochen wie:

  • Ressourcen von politisch Verfolgten;
  • Lebensbedingungen im Exil;
  • Asylverfahren;
  • Auswirkungen von Dublin II und anderen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Datenschutz

Da der Schutz der Flüchtlinge, die im Rahmen des Zeitzeugenprojektes ihre Geschichten erzählen, an erster Stelle steht, wurden alle Angaben, die auf ihre Identitäten hinweisen, anonymisiert oder abgeändert. Darüber hinaus entwickeln wir einen „Code of Conduct“ für den Umgang bzw. die Veröffentlichung von sensiblen Klientendaten.

Unterstützung

Das Zeitzeugenprojekt wurde durch ehrenamtliche Mitarbeit sowie Geldspenden unterstützt. Zu den Unterstützern des Projekts zählen namentlich:

Europäischer Flüchtlingsfonds
UNO-Flüchtlingshilfe
Amnesty International
Aktion Mensch
Site2Site GbR – Lokale Anwaltverzeichnisse
Wolfgang Weicht (Aufbau einer Zeitzeugen-Homepage)
Reiner Weidmann (Fotomaterial)
– Amnesty International Jugendgruppe Tübingen
– PraktikantInnen der BAfF (Durchführung von Zeitzeugeninterviews)

Wir danken allen UnterstützerInnen für ihr Engagement!

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