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Exchange of knowledge and good practice

Experts from Serbia and Bosnia and Herzegovina on a study trip in Berlin and Leipzig

The delegation with German colleagues during the „open house day“ at Mosaik Leipzig / Die Delegation mit deutschen Kolleg*innen beim „Tag der offenen Tür“ bei Mosaik Leipzig

From 14 to 19 May 2022, BAfF welcomed a delegation from Serbia and Bosnia and Herzegovina in Berlin and Leipzig. The eight experts work in the field of psychosocial support for refugees and have a professional background in psychotherapy, social work, or legal counselling.

The study tour is part of the project „Sharing Knowledge and Practices – Professionals from the Western Balkans and Germany on holistic support for refugees and survivors of human rights violations„. The project aims to strengthen and improve the quality and sustainability of psychological and psychosocial support services for survivors of human rights violations (survivors of trafficking, torture and flight) in the Western Balkans and Germany.

The delegation was able to get to know the many facets of work in the field of psychosocial support for refugees in Germany and engage in an exchange of experiences and perspectives across contexts. They met colleagues from Mosaik Leipzig, SchlesischeStraße27, Schwulenberatung Wilhelmstraße, Südost Europa Kultur e.V. and Borderline Europe. The participants gained an insight into the range and diversity of support services and needs in Germany.

The knowledge, perspectives and approaches of the different institutions were found to be very enriching. Although not all approaches can be transferred one-to-one to the respective work contexts with refugees in Bosnia and Herzegovina and Serbia, they provided important impulses.

Even though our contexts of work are quite different I have in mind a lot of ideas that could be replicated in our context mainly focused on a variety of services provided to refugees using the shapes of art and culture as German organizations are using.

Participant from SRH, Belgrade

A special highlight was the participation in the annual conference of the BAfF in Leipzig on the topic „Posttraumatic Growth?  – Supporting transformation processes after trauma and crises“. While participating in the two-day event, the experts themselves gave a workshop to share successful examples of practice in their countries. The interest of the German colleagues in the workshop was very high, so that the workshop was overbooked. But also sitting on the floor, the participants from Germany listened attentively to the impressions from the Western Balkans.

The nature of our work is such that connecting, sharing experiences, broadening our knowledge and advocating for human rights protection of those who are underprivileged in our societies is immensely important, hence the value of this trip is awe-inspiring.

Participants from Psychosocial Innovation Network, PIN, Belgrade

The informal conversations – during coffee breaks in the Salles de Pologne, during walks through Leipzig’s city centre or during dinners in springtime Berlin – were particularly appreciated by all participants.

in-depth exchange at the art and culture center „SchlesischeStraße27“ / Im engen Austausch beim Kunst- und Kulturzentrum „SchlesischeStraße27“

The complementary study trip of the German project participants (representatives of the psychosocial centres FATRA, Refugio Munich, PSZ Düsseldorf, Xenion, Lichtpunkt Hamburg and BAfF) to Belgrade and Sarajevo will take place in early July. We are looking forward to building on the impressions of this first successful trip, to seeing familiar faces again and to further strengthening personal connections.

The study tour took place within the framework of an international project implemented in cooperation with the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH and funded by a grant agreement. This project aims to strengthen and improve the quality and sustainability of psychological and psychosocial support services for survivors of human rights violations (i.e. survivors of trafficking, torture and flight) in the Western Balkans and Germany. This is done through capacity building of national and international networks and institutions working in the field. Further information on the project can be found on our homepage.

Contact person: Larissa Kunze / larissa.kunze@baff-zentren.org


Austausch von Wissen und guter Praxis

Expert*innen aus Serbien und Bosnien und Herzegowina auf Studienreise in Berlin und Leipzig

Vom 14. bis 19. Mai 2022 begrüßte die BAfF eine Delegation aus Serbien und Bosnien und Herzegowina in Berlin und Leipzig. Die acht Expert*innen mit den Professionen Psychotherapie, Sozialarbeit und Rechtsberatung arbeiten in ihren Ländern im Bereich der psychosozialen Unterstützung von Geflüchteten.

Die Studienreise ist Teil des Projekts „Sharing Knowledge and Practices – Professionals from the Western Balkans and Germany on holistic support for refugees and survivors of human rights violations“. Durch das Projekt soll die Qualität und Nachhaltigkeit von psychologischen und psychosozialen Unterstützungsdiensten für Überlebende von Menschenrechtsverletzungen (Überlebende von Menschenhandel, Folter und Flucht) in den westlichen Balkanstaaten und Deutschland gestärkt und verbessert werden.

Die Delegation konnte so die vielfältigen Facetten der Arbeit im Bereich der psychosozialen Unterstützung von Geflüchteten in Deutschland kennenlernen und in einen kontextübergreifenden Erfahrungs- und Perspektivenaustauschgehen. So trafen sie Kolleg*innen von Mosaik Leipzig, SchlesischeStraße27, Schwulenberatung Wilhelmstraße, Südost Europa Kultur e.V. und Borderline Europe. Die Teilnehmenden erhielten so einen Einblick in die Bandbreite und Vielfalt der Unterstützungsangebote und -bedarfe in Deutschland.

Das Wissen, die Perspektiven und die Ansätze der verschiedenen Institutionen wurden als sehr bereichernd empfunden. Zwar sind nicht alle Ansätze eins zu eins in die jeweiligen Arbeitskontexte mit geflüchteten Menschen in Bosnien und Herzegowina sowie Serbien übertragbar, lieferten aber wichtige Impulse.

Auch wenn unsere Arbeitszusammenhänge recht unterschiedlich sind, habe ich viele Ideen im Kopf, die in unserem Kontext repliziert werden könnten, vor allem im Hinblick auf eine Vielzahl von Dienstleistungen für Geflüchtete, die sich Formen von Kunst und Kultur bedienen, wie sie deutsche Organisationen nutzen.

Teilnehmerin von SRH, Belgrad

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an der Jahrestagung der BAfF in Leipzig zum Thema „Posttraumatisches Wachstum?  – Unterstützung von Transformationsprozessen nach Trauma und Krisen“. Neben der Teilnahme an der zweitägigen Veranstaltung gaben die Expertinnen selbst einen Workshop zum Austausch über erfolgreiche Praxisbeispiele in ihren Ländern. Das Interesse der deutschen Kolleg*innen an dem Workshop war sehr hoch, sodass der Workshop überbucht war. Aber auch auf dem Boden sitzend lauschten die Teilnehmenden aus Deutschland aufmerksam den Eindrücken aus dem Westbalkan.

Es liegt in der Natur unserer Arbeit, dass es immens wichtig ist, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, unser Wissen zu erweitern und für den Schutz der Menschenrechte derjenigen einzutreten, die in unserer Gesellschaft unterprivilegiert sind, daher ist der Wert dieser Reise beeindruckend.

Teilnehmer des Psychosocial Innovation Network, PIN, Belgrade

Besonders die informellen Gespräche – in den Kaffeepausen im Salles de Pologne, bei Spaziergängen durch die Leipziger Innenstadt, oder bei Abendessen im frühlingshaften Berlin – wurden von allen Teilnehmenden als sehr geschätzt.

Die komplementäre Studienreise der deutschen Projektteilnehmenden (Vertreter*innen der Psychosozialen Zentren FATRA, Refugio München, PSZ Düsseldorf, Xenion, Lichtpunkt Hamburg und sowieder BAfF) nach Belgrad und Sarajevo wird Anfang Juli stattfinden. Wir freuen uns darauf, auf die Eindrücke dieser ersten erfolgreichen Reise aufbauen zu können, die vertrauten Gesichter wiederzusehen und die persönlichen Verbindungen weiter stärken zu können

Die Studienreise fand im Rahmen eines internationalen Projektes statt, welches in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt und durch einen Zuschussvertrag finanziert wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Qualität und Nachhaltigkeit von psychologischen und psychosozialen Unterstützungsdiensten für Überlebende von Menschenrechtsverletzungen (d.h. Überlebende von Menschenhandel, Folter und Flucht) in den westlichen Balkanstaaten und Deutschland zu stärken und zu verbessern. Dies geschieht durch Kapazitätsstärkung nationaler und internationaler Netzwerke und Institutionen, die in dem Bereich arbeiten. Weitere Informationen zum Projekt sind auf unserer Homepage zu finden.

Ansprechperson: Larissa Kunze / larissa.kunze@baff-zentren.org


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