Unsere diesjährige Tagung vom 8. – 10. Juni 2026 in Hamburg widmet sich den zentralen Herausforderungen psychosozialer Arbeit im Kontext von Flucht und Trauma – und zugleich den darin liegenden Möglichkeiten. Unter dem Leitmotiv Mut zur Menschlichkeit richtet sie den Blick nicht nur auf Belastungen, sondern auch auf die Kraft von Beziehung, Würde und gemeinsamer Verantwortung. Im Zentrum steht die Frage, wie eine menschenrechtsbasierte und beziehungsorientierte Praxis auch unter gegenwärtigen politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen aktiv gestärkt und weitergedacht werden kann – als Beitrag zu einer Gesellschaft, die Verletzlichkeit anerkennt und Vielfalt als Ressource versteht.
Psychosoziale Versorgung bewegt sich heute in einem Spannungsfeld, das von Sicherheitsdiskursen und restriktiven Migrationsregimen geprägt ist. Gleichzeitig zeigt sich gerade in diesem Kontext, wie bedeutsam Räume von Sicherheit, Anerkennung und Beziehung sind. Diese Entwicklungen stellen nicht nur für die Betroffenen eine zusätzliche Belastung dar, sondern verändern auch die Arbeitsrealität von Fachkräften und Institutionen.
Die Jahrestagung richtet sich an alle, die psychosoziale Versorgung als fachliche, ethische und gesellschaftliche Aufgabe verstehen, die sich gegenseitig stärken möchten – und die sich dafür einsetzen, dass Menschlichkeit und Vertrauen leitend bleiben, gerade dort, wo sie unter Druck geraten.