Zum Tag zur Unterstützung der Folteropfer: „Für eine bessere und flächendeckende psychosoziale Versorgung von Geflüchteten“

Vor 31 Jahren ist die UN-Antifolterkonvention in Kraft getreten. Doch noch immer unternimmt die Bundesregierung zu wenig für Folteropfer und traumatisierte Geflüchtete. Noch immer bleiben viele Geflüchtete mit ihren psychischen Belastungen, Störungen und Krisen allein. Es braucht dringend eine bessere und flächendeckende psychosoziale Versorgung für Flüchtlinge und es fehlt nach wie vor an einer nachhaltigen Finanzierung der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer.

Deutschland hat die UN-Antifolterkonvention unterzeichnet und sich damit verpflichtet, Folteropfer zu schützen. Überlebende von Folter müssen demnach medizinische, psychologische, rechtliche und soziale Leistungen erhalten, um eine Rehabilitation so vollständig wie möglich zu gewährleisten. Die nötige Hilfe und Unterstützung besonders im psychosozialen Bereich ist bereits jetzt nur unzureichend für geflüchtete Menschen gegeben.

Zum „Internationalen Tages zur Unterstützung der Folteropfer“ am 26. Juni 2018 fordert die BAfF e.V. die Bundesregierung daher auf, die Verpflichtungen, die sich aus der UN-Antifolterkonvention von 1987 ergeben, einzuhalten und den Schutz und die Rehabilitation von Folteropfern zu gewährleisten.

Die BAfF und die Psychosozialen Zentren bundesweit setzen sich für den Schutz von geflüchteten Menschen und deren psychischen Gesundheit ein“, so Elise Bittenbinder, Vorsitzende der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer – BAfF e.V. „Die Wartelisten sind aber lang und viele Geflüchtete, die dort anfragen, müssen aufgrund der großen Nachfrage abgewiesen werden. Und noch immer finanzieren sich viele der Zentren mit Spenden- oder Projektmitteln, da Bund und Länder zu wenig die psychosoziale Versorgung von Geflüchteten unterstützen.“

Die BAfF e.V. fordert die Bundesregierung auf, die UN-Antifolterkonvention vollumfänglich umzusetzen. Geflüchtete und Überlebende von Folter und Verfolgung müssen geschützt und es muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, Sicherheit und Unterstützung zu erhalten. Die Regierung muss dazu beitragen, dass die Gesellschaft auch die nötigen Bedingungen und den Raum für eine tatsächliche Integration schafft.