Gemeinsame Stellungnahme von 24 Verbänden: Ankerzentren für Kinder und Jugendliche ungeeignet

24 Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen fordern in einem gemeinsamen offenen Brief an die Städte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium, die Rechte und das Wohl von Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu achten.

„Kinder brauchen eine Umgebung, in der sie sicher und gesund aufwachsen können. Nach allem, was wir bisher über die Planungen wissen, werden Anker-Zentren dafür nicht geeignet sein.“, so Elise Bittenbinder, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Vorsitzende der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer.

Alle Maßnahmen und Regelungen, die besonders schutzbedürftige Gruppen wie z.B. Kinder und Jugendliche betreffen, müssen ihrer besonderen Lebenssituation und ihren Bedarfen gerecht werden sowie ihre Rechte achten. Konkret heißt dies u.a. eine (wohnliche) Umgebung, in der ein dem Wohl der Kinder und Jugendlichen gerechtes Aufwachsen möglich und der Zugang zu (frühkindlicher) Bildung gegeben ist, Kinder geschützt sind, eine bedarfsgerechte gesundheitliche und psychhosoziale Versorgung gewährleistet sowie Spiel- und Freizeitmöglichkeiten sichergestellt sind.

Diese Voraussetzungen erfüllen insbesondere die aktuellen bayerischen sogenannten Transitzentren wie in Bamberg oder Manching nicht.

Zum gemeinsamen offenen Brief der 24 Verbände und Organisationen:

https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/inhalte/04_Was_wir_tun/Themen/Weitere_Themen/Fluechtlingskinder/AnschreibenAnKERKommunen_24052018_ALLE_LOGOS.pdf