BAfF-Tagung 2013

Foto: © Zoonar/Nebelwandler

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„Defizite in der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge — Versäumnisse in den staatlichen Verpflichtungen?“

Die BAfF-Tagung wurde 2013 in Kooperation mit dem Paritätischen Landesverband Schleswig-Holstein organisiert und fand vom 3. bis zum 5. November in Kiel statt. Sie wurde zum Thema „Defizite in der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge — Versäumnisse in den staatlichen Verpflichtungen?“ ausgerichtet.

Damit hat sie einen versorgungspolitischen Fokus, richtet den Blick jedoch zugleich auf praktische Modelle des Umgangs mit Versorgungsdefiziten.
In diesem Sinne wurde die Möglichkeit gegeben, mit VersorgungsforscherInnen wie Prof. Dr. Günther Wienberg und MenschenrechtsexpertInnen u.a. des UNHCR, von Pro Asyl sowie des ECCHR in die Diskussion zu treten, um gemeinsam strukturelle Probleme in der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen in den Blick zu nehmen.Diese Analysen wurden auf der Tagung mit Lösungsansätzen verknüpft, welche die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge selbst im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelt haben: es wurden Wege nachgezeichnet, welche die Pionierarbeit der Zentren in Richtung einer „stabilen“ Finanzierung geführt haben und Pilotprojekte zur Verbesserung der Versorgung in strukturschwachen Regionen vorgestellt. Auch die Bedeutung der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Zentren wurde gemeinsam reflektiert.
Darüber hinaus gab es im Workshop-Teil der Tagung Raum sowohl für praktischen Input und Austausch – in diesem Jahr zur Arbeit mit DolmetscherInnen und Möglichkeiten ihrer Finanzierung sowie zur Bedeutung von Supervision im Kontext der Qualitätssicherung in der Arbeit von NGOs – , als auch für theoretische Diskussionen zur Bedeutung der neuen EU-Aufnahmerichtlinie für unsere Praxis.

Alle Inhalte und Vorträge wurden in einer Tagungsdokumentation zusammen gefasst und können unter folgenden Links abegrufen werden: