Trauma und Gewalt

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Weltweit sind derzeit ca. 40 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg, Vertreibung und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen. Die meisten von ihnen fliehen in Nachbarländer. Laut dem UN Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) haben im Jahr 2005 223.600 Menschen in Europa um Asyl ersucht (siehe dazu www.unhcr.de). In Deutschland ist die Zahl der Asylanträge in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Wurden 2000 noch 117.648 Asylanträge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bearbeitet, so waren es 2005 nur noch 42.908. Auch die Quote der Asylgewährungen ist in den letzten Jahren stark gesunken; sie lag im Jahr 2005 bei 0,9% bezogen auf alle Entscheidungen (zum Vergleich 2000: 3%). Abschiebeschutz wurde 2005 bei 4,3% der Entscheidungen über Asylanträge gewährt und bei 1,4% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt (www.bmi.bund.de). Dem gegenüber zeigen Studien, dass ein erheblicher Anteil der Flüchtlinge aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse an traumabedingten Folgestörungen leiden. Vermeidung - und damit auch ein Nicht-Erwähnen von traumatischen Erfahrungen - ist ein Kernsymptom posttraumatischer Störungen.

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