Good Practice in Torture Care
ERF-Projekt: “Good Practice in Torture Care“

Gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfond
Â
Träger: BAfF e.V.
Â
Partner:
Deutschland: XENION psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.
Rumänien: Fundatia ICAR
Niederlande: EQUATOR Foundation
Österreich: Zebra – Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
Frankreich: Association PRIMO LEVI
Â
Laufzeit: 1. Sept. 2008 – 28. Februar 2010
Â
Inhalt:
Das Projekt verfolgte die Zielsetzung, Good Practice in der Arbeit mit Flüchtlingen und Folteropfern auf europäischer Ebene zu fördern und zu vereinheitlichen, um u.a. Bewertungs-, Entscheidungs- und Behandlungsprozesse in der täglichen Arbeit mit dieser Zielgruppe zu erleichtern.
Mit diesem Ziel wurden zunächst Kontakte und Netzwerke zwischen ExpertInnen, die in Europa innerhalb dieses Handlungsfeldes arbeiten, geknüpft und gefestigt, um auf Grundlage der geteilten Expertise allgemeingültige Richtlinien im Hinblick auf Good Practice erarbeiten und formulieren zu können.
In verschiedenen Arbeitsschritten wurden die am Projekt beteiligten in sehr unterschiedlichen Regionen Europas beheimateten Institutionen evaluiert. Es wurde eine umfangreiche Datenbank bezüglich der Dokumentation, der Behandlung, der Weiterbildung der MitarbeiterInnen sowie des Lobbying errichtet. Kriterien und Empfehlungen zur Bewertung von Good Practice in diesem Bereich wurden formuliert, publiziert und verbreitet.
Das Projekt wurde von zwei Experten mit unterschiedlichen Funktionen wissenschaftlich begleitet.
Dr. David Becker von der FU Berlin begleitete den Prozess inhaltlich, während Dr. Brandon Hamber von der Universität Ulster/Irland als externer Begutachter für die Endevaluation des Projektes zuständig war.
Â
Publikation:
Mit der Publikation zum Projekt sollen die Projektergebnisse schließlich in Form von Beispielen guter Praxis in der Behandlung und Rehabilitation von Folterüberlebenden auch einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
„Good Practice in Torture Care“ stellt auf Grundlage der Selbstevaluationen und kritischen Reflexionen der Praxis innerhalb der fünf europäischen Behandlungszentren die häufigsten Probleme in der Arbeit mit Flüchtlingen und Folteropfern dar und präsentiert beispielhaft die im Projekt entwickelten Empfehlungen für gute Praxis. Sie gewährt Einblicke in die Vielfalt der verfolgten Behandlungsansätze und –methoden und schafft damit die Basis für den Transfer und die nachhaltige Nutzung der Ergebnisse und Instrumente in das Europäische Netzwerk der Behandlungszentren für Folteropfer.
Wir hoffen, dass einige unserer Anregungen und Vorschläge aufgenommen werden und unsere Erfahrungen anderen Instituationen als Gerüst bei der Evaluierung und Entwicklung ihrer Arbeit dienen können. Sie können die Publikation hier bestellen.
Â







