BAfF-Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit

Unter dem Dach der BAfF Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit vereinen wir das gebündelte Wissen aus der Behandlungs- und Beratungspraxis der Psychosozialen Zentren. Neben der Vermittlung von theoretischen und traumasensiblen Grundlagen geht es um die Stärkung der Handlungssicherheit und das Aneignen von Handlungsstrategien im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten. Wir passen die Schulungsinhalte laufend den Praxisbedarfen an und sprechen Fachkräfte aus der Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Beratung, Psychotherapie und Psychiatrie an.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen wie medico international und der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus versuchen wir, eine große Brandbreite an AkteurInnen aus der psychosozialen Versorgungspraxis zu erreichen. Dafür bieten wir 1,5-tägige und bedarfsorientierte Weiterbildungen für verschiedene Zielgruppen zu bezahlbaren Preisen an.

Bisher sind für 2017 Weiterbildungen für folgende Zielgruppen vorgesehen:

  • 16.-17.03.2017 – Schulung LehrerInnen in Integrationskursen (012017)

    Speziell für die Bedarfe von LehrerInnen in Intgrationskursen wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:
    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden/ unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout) und die Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge
    • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien
    • Barrieren und Zugänge zum regulären Gesundheitssystem für Geflüchtete in Deutschland
    • Psychosoziale Versorgung von geflüchteten Menschen als Menschenrechtsarbeit am Beispiel der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
    Änderungen vorbehalten.
    Kosten: 180 €
  • 20.-21.04.2017 – für SozialarbeiterInnen (022017)

    Ein Großteil der nach Deutschland geflüchteten Menschen ist durch verschiedene erschütternde Erfahrungen vor, während und nach ihrer Flucht psychisch stark belastet, viele sind durch das Erlebte traumatisiert. SozialarbeiterInnen gehören zu den ersten Kontaktpersonen für Geflüchtete und sind als Berufsgruppe maßgeblich daran beteiligt, beim Aufbau einer sicheren und lebenswerten Zukunft zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund entstehen viele praktische Fragen: Wie kann ein traumasensibles und empowerndes Arbeiten mit geflüchteten KlientInnen aussehen? Ab wann muss eine professionelle psychologische Hilfe hinzugezogen werden? Wie kann die eigene Handlungsfähigkeit und -sicherheit gestärkt werden?Wenn Sie sich als SozialarbeiterIn diese und ähnliche Fragen stellen, können Sie sich noch für unsere Schulung am 20. und 21. April 2017 in Berlin anmelden. Im Rahmen der BAfF Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit werden Esther Kleefeldt (Psychotherapeutin bei XENION) und Leonie Teigler (Mitarbeiterin der BAfF) als Referentinnen zur Verfügung stehen. In der Schulung werden Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen vermittelt und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten vorgestellt.Speziell für den Arbeitskontext von SozialarbeiterInnen wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:
    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Ressourcenorientierte Stabilisierungstechniken, einschließlich psychoedukativer Maßnahmen für den Umgang mit Traumafolgesymptomen
    • Einschätzung und Planung adäquater Beratungs- und Vermittlungsstrategien
    • Barrieren und Zugänge zum regulären Gesundheitssystem für Geflüchtete in Deutschland; Vermittlung in die Psychosoziale Versorgung
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden/ unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout) und die Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge

    Änderungen vorbehalten. Kosten: 200 €
    Alles auf einen Blick: Die Fortbildung als pdf

  • 22.-23.05.2017 – für ehrenamtliche HelferInnen (032017)

    Ein Großteil der nach Deutschland geflüchteten Menschen ist durch verschiedene erschütternde Erfahrungen vor, während und nach ihrer Flucht psychisch stark belastet, einige sind durch das Erlebte traumatisiert. Eine unglaublich hohe Anzahl an Menschen engagiert sich ehrenamtlich und unterstützt Geflüchtete, um ihnen ein einigermaßen gutes Ankommen in Deutschland zu ermöglichen. Manchmal berichten Geflüchtete bei diesen Begegnungen auch von ihren Erfahrungen – bei manchen ehrenamtlichen HelferInnen kann dies zu Belastung, Sorgen und Betroffenheit führen. Vor diesem Hintergrund entstehen viele praktische Fragen: Wie kann eine traumasensible und empowernde Unterstützung und Begleitung Geflüchteter aussehen? Ab wann muss eine professionelle psychologische Hilfe hinzugezogen werden? Wie kann die eigene Handlungsfähigkeit und -sicherheit gestärkt werden?Wenn Sie sich als EhrenamtlicheR diese und ähnliche Fragen stellen, können Sie sich für unsere Schulung am 22. und 23. Mai 2017 in Berlin anmelden. Im Rahmen der BAfF Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit werden Elise Bittenbinder (Vorsitzende, BAfF & stellvert. Leiterin von Xenion), Sibel Atasayi (Referentin BAfF & Psychotherapeutin i.A. bei Xenion) und Lea Flory (Mitarbeiterin der BAfF) als Referentinnen zur Verfügung stehen. In der Schulung werden Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen vermittelt und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten vorgestellt.Speziell für die Bedarfe von ehrenamtlichen HelferInnen in der Flüchtlingshilfe wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:
    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden / unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout)
    • Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge und zum achtsameren Umgang mit eigenen Ressourcen
    • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien

    Änderungen vorbehalten. Anmeldung per Mail an fortbildung@baff-zentren.org

  • 05.-06.10.2017 – für SozialarbeiterInnen (042017)

    Speziell für die Bedarfe von SozialarbeiterInnen wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:
    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehungsgestaltung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden/ unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout) und die Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge
    • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien
    • Barrieren und Zugänge zum regulären Gesundheitssystem für Geflüchtete in Deutschland
    • Psychosoziale Versorgung von geflüchteten Menschen als Menschenrechtsarbeit am Beispiel der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
    Änderungen vorbehalten.
    Kosten: 200 €
  • 02.-03.11.2017 – für LehrerInnen in Integrationskursen (052017)

    Speziell für die Bedarfe von LehrerInnen in Intgrationskursen wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:
    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden/ unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout) und die Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge
    • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien
    • Barrieren und Zugänge zum regulären Gesundheitssystem für Geflüchtete in Deutschland
    • Psychosoziale Versorgung von geflüchteten Menschen als Menschenrechtsarbeit am Beispiel der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
    Änderungen vorbehalten.
    Kosten: 180 €
  • 16.-17.11.2017 – für ehrenamtliche HelferInnen (062017)

    Ein Großteil der nach Deutschland geflüchteten Menschen ist durch verschiedene erschütternde Erfahrungen vor, während und nach ihrer Flucht psychisch stark belastet, einige sind durch das Erlebte traumatisiert. Eine unglaublich hohe Anzahl an Menschen engagiert sich ehrenamtlich und unterstützt Geflüchtete, um ihnen ein einigermaßen gutes Ankommen in Deutschland zu ermöglichen. Manchmal berichten Geflüchtete bei diesen Begegnungen auch von ihren Erfahrungen – bei manchen ehrenamtlichen HelferInnen kann dies zu Belastung, Sorgen und Betroffenheit führen. Vor diesem Hintergrund entstehen viele praktische Fragen: Wie kann eine traumasensible und empowernde Unterstützung und Begleitung Geflüchteter aussehen? Ab wann muss eine professionelle psychologische Hilfe hinzugezogen werden? Wie kann die eigene Handlungsfähigkeit und -sicherheit gestärkt werden?Wenn Sie sich als EhrenamtlicheR diese und ähnliche Fragen stellen, können Sie sich für unsere Schulung am 16. – 17. November 2017 in Berlin anmelden. Im Rahmen der BAfF Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit werden Elise Bittenbinder (Vorsitzende, BAfF & stellvert. Leiterin von Xenion), Sibel Atasayi (Referentin BAfF & Psychotherapeutin i.A. bei Xenion) und Lea Flory (Mitarbeiterin der BAfF) als Referentinnen zur Verfügung stehen. In der Schulung werden Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen vermittelt und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten vorgestellt.

Speziell für die Bedarfe von ehrenamtlichen HelferInnen in der Flüchtlingshilfe wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
  • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
  • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
  • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden / unterstützenden AkteurInnen
  • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout)
  • Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge und zum achtsameren Umgang mit eigenen Ressourcen
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien

Änderungen vorbehalten. Anmeldung per Mail an fortbildung@baff-zentren.org

 

Allgemeine Informationen zur Akademie und Anmeldung

Anmeldungs- und Teilnahmemodalitäten

ANMELDUNG

Ihre Anmeldung kann per Brief oder per Mail erfolgen. Die Anmeldung ist verbindlich, sobald das fällige Entgelt auf dem Konto der BAfF eingegangen ist und dem Teilnehmer/ der Teilnehmerin eine schriftliche Bestätigung vorliegt. Die folgenden Bedingungen gelten für alle Veranstaltungen der BAfF, sofern in der Veranstaltungsbeschreibung nicht auf abweichende Bedingungen hingewiesen wird.

LEISTUNGSUMFANG DER TEILNAHMEBESCHEINIGUNG

Die Teilnahme an der Veranstaltung umfasst die Bereitstellung von Seminarunterlagen und die Verpflegung entsprechend der jeweiligen Veranstaltungsbeschreibung. Die Ausstellung der Teilnahmebescheinigung erfolgt im Anschluss an die Veranstaltung und ist mit eingeschlossen.

Teilnahmevoraussetzungen: Die Weiterbildungen sind jeweils zielgruppenspezifisch und setzen die Teilnahme an Einzel- und Gruppenübungen voraus. Im moderierten Erfahrungs- und Meinungsaustausch innerhalb der Teilnehmergruppe gelten die Regeln des Datenschutzes und die des respektvollen und wohlwollenden Umgangs während des gesamten Veranstaltungszeitraumes.

ZAHLUNG

Die Teilnehmergebühren sind von den TeilnehmerInnen auf das unten angegebene Konto zu überweisen. Eine Anmeldung ist dann verbindlich, wenn die Zahlung auf dem Konto eingegangen ist und den TeilnehmerInnen eine schriftliche Bestätigung der BAfF vorliegt. Die Teilnehmergebühren sowie gegebenenfalls Ermäßigungen zu den einzelnen Veranstaltungen sind den Veranstaltungsinformationen zu entnehmen. Die volle Teilnahmegebühr muss bis spätestens vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn auf dem untenstehenden Konto eingegangen sein.

Überweisungsvorlage: BAfF e.V.

Bank für Sozialwirtschaft Berlin
IBAN: DE10 1002 0500 0003 2096 10

BIC: BFSWDE33BER

Verwendungszweck: Vor-, Nachname; Fortbildungsnummer

ABSAGE ODER VERÄNDERUNGEN DURCH DIE VERANSTALTERIN (BAfF)

Sollte die angemeldete TeilnehmerInnenzahl sechs Personen oder weniger umfassen, behalten wir uns vor, die Veranstaltung vier Wochen vor Beginn abzusagen. Gezahlte Teilnahmegebühren, welche bereits gezahlt wurden, werden in voller Höhe erstattet. Ebenfalls behalten wir uns vor, bei unvermeidbaren organisatorischen Erfordernissen einzelne Programmpunkte zu ändern oder ReferentInnen auszutauschen.

RÜCKTRITT/ STORNIERUNG

Ein Rücktritt von einer Anmeldung ist ausschließlich schriftlich möglich (per Post oder per Mail). Folgende Kosten sind mit verschiedenen Rücktrittsfristen verbunden:

Bei Rücktritt bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn fallen Bearbeitungskosten in Höhe von 15 € an. Bei Rücktritt bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn werden 50 % der Teilnehmergebühren fällig.
Bei späterer Rücktrittserklärung oder Nichtteilnahme wird die gesamte Teilnahmegebühr fällig.

Maßgeblich bei schriftlichen Absagen per Post ist jeweils der Post-/Maileingang bei der BAfF. Das Stellen einer Ersatzperson ist in Absprache mit der BAfF e.V. generell möglich.

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Datenschutz

Übergebene und zur Anmeldung und Durchführung von Veranstaltungen notwendige personenbezogene Daten werden von der BAfF auf Grundlage der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen elektronisch gespeichert, verarbeitet und genutzt. Mit der Anmeldung können Sie sich entscheiden, ob Sie in Zukunft von uns per E-Mail über zukünftige Veranstaltungen informiert werden wollen oder nicht. Sonstige Daten werden lediglich für diesen Zweck verwendet und für die Dauer der Bearbeitung in elektronischer Form gespeichert.

Urheberrechte

Die Weitergabe und Verwertung unserer Leistung, insbesondere deren gewerbliche Nutzung und Veröffentlichung von Unterlagen, ist nur mit unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung zulässig.

Alle Kursunterlagen sowie Veröffentlichungen im Internet sind urheberrechtlich geschützte Texte und Daten. Die Kursunterlagen sind daher ausschließlich zur persönlichen Verwendung bestimmt. Jegliche Vervielfältigung, Nachdruck oder Übersetzung und Weitergabe an Dritte ohne ausdrückliche Zustimmung durch uns, sind nicht gestattet.

Entstehungsgeschichte

Die BAfF-Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit verfolgt das Ziel, die auf jahrzehntelanger Praxis aufbauende Expertise der momentan 34 psychosozialen Zentren zu systematisieren, und gebündelt in Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen zahlreichen relevanten Akteuren zugänglich zu machen. Bislang hat die BAfF eher nach dem Anfrageprinzip agiert, und bei Bedarf Angebote zur Sensibilisierung, Qualifizierung und Weiterbildung in der psychosozialen Versorgung für Geflüchtete bereitgestellt. Nun steigen die Anfragen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu Themen der Versorgungsstrukturen/ -situation von Geflüchteten, asyl- und aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit, der Arbeit mit DolmetscherInnen und niedrigschwelligen Angeboten, massiv an. Diesen breiteren und erhöhten Bedarf beabsichtigt die BAfF e.V. gebündelt mit der BAfF-Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit aufzugreifen, und in diesem Rahmen Leitlinien, Qualitätsstandards und gute Modelle der Praxis in die (Fach-)Öffentlichkeit zu transportieren. Die BAfF-Akademie verfolgt das Ziel die UnterstützerInnen, HelferInnen und MitarbeiterInnen in der psychosozialen Beratungs- und Behandlungspraxis mit Weiterbildungsangeboten zu qualifizieren und zu entlasten. In der Zwischenzeit beschäftigen sich Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen wie auf dem Arbeits- und Wohnmarkt sowie in Bildungseinrichtungen mit der Unterstützung und Eingliederung von Geflüchteten in unsere Gesellschaft. Es gilt eine Bandbreite an Zielgruppen anzusprechen, unterstützen und zu sensibilisieren um in der Arbeit mit psychisch belasteten und traumatisierten Geflüchteten bedarfsgerecht und kompetent handeln zu können.

Organisationsstruktur

Die BAfF-Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit verfügt über insgesamt fünf themenspezifische und separate Module, die in Kooperationen mit unterschiedlichen Organisationen inhaltlich konzipiert und durchgeführt werden. Die Menschenrechtsorganisation medico international und die Psychiatrische Universitätsklinik (PUK) der Charité im St.-Hedwig Krankenhaus sind Kooperationspartner der BAfF-Akademie. Die Module stellen die Arbeits-, Kernbereiche und Handlungsstränge innerhalb der psychosozialen und gesundheitlichen Versorgung von Geflüchteten dar, an denen die Mitgliedszentren und die BAfF arbeiten. Zu jedem Modul werden 1,5 tägige Weiterbildungsveranstaltungen, zielgruppenspezifisch ausgerichtet und angeboten.

Jede Weiterbildungsreihe innerhalb der verschiedenen Module beinhaltet selbsterfahrungsbasierte Einzel- und Gruppenübungen, in denen durch einen moderierten Meinungs- und Erfahrungsaustausch persönliche Praxisbeispiele reflektiert und kritisch hinterfragt werden um gemeinsam Strategien und praxisrelevante Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Neben der Vermittlung von Prinzipien und wichtigen Aspekten der Haltung und Beziehungsgestaltung in der Arbeit mit Geflüchteten, werden auch relevante theoretische Grundlagen der psychosozialen Arbeit auf dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Kenntnisse vermittelt. Ziel ist es den eigenen Handlungsspielraum im traumasensiblen Umgang mit KlientInnen zu erweitern und die Handlungssicherheit zu fördern. In den Weiterbildungsreihen werden außerdem Reflektions- und Schutzräume angeboten, in denen die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen der Flüchtlingsarbeit miteinander vernetzt werden und in den fachlichen Austausch über ihre eigenen Praxiserfahrungen treten können. Diese können beispielsweise Krisensituationen sein, Unsicherheiten und Belastungen, aber auch gute Strategien und Ansätze in der Arbeit mit Geflüchteten. Somit werden nicht nur Grundlagen über relevante Themenbereiche vermittelt, sondern auch Raum für eine vertiefte Erörterung und Auseinandersetzung mit und über die Praxis geschaffen. Die einzelnen Weiterbildungsreihen werden jeweils im zweier DozentInnen-Team durchgeführt, die fachliche und praktische Expertise in relevanten Themenbereichen haben, wie z.B. Psychotraumatologie, Psychotherapie, psychosoziale Versorgungsstrukturen, Gesundheits- und Versorgungsforschung, asyl- und aufenthaltsrechtliche Rahmenbedingungen für die psychosoziale Arbeit mit Geflüchteten.

Informationen zu den Terminblöcken, Zielgruppen und Anmeldungsmodalitäten sind auf der Website der BAfF erhältlich. Durch die Teilnahme an den Weiterbildungsmaßnahmen der BAfF-Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit erhalten die Teilnehmenden nicht nur eine qualifizierte Fortbildung zu dem jeweiligen Themenfeld (Modul), sondern erhalten auch einen Einblick in den Kontext, der die Arbeit mit Geflüchteten in wesentlicher Art und Weise prägt und den Rahmen für die praktische Versorgung sowie auch Beratung vorgibt. Dieser Kontext ist durch die komplexe Lebenssituation von Geflüchteten bestimmt und ist an der Schnittstelle zwischen Menschenrechten, (psychischer) Gesundheit und Flucht/ Migration angesiedelt.

Die 5 Module der Akademie

MODUL 1 : Umgang mit traumatisierten Geflüchteten

    • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
    • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
    • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
    • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden/ unterstützenden AkteurInnen
    • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout) und die Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge


Berufsgruppenübergreifend, ehren-/ hauptamtliche UnterstützerInnen/ HelferInnen, eher Anfängerlevel.

MODUL 2 : Therapie und Beratung im dolmetschergestützten und transkulturellen Setting

    • Einführung in multiprofessionelle Therapiemodule zur Behandlung/ Beratung von traumatisierten Geflüchteten
    • Überblick zu den klassischen Methoden der Traumatherapie wie EMDR und zu Trends sowie Ansätzen der spezialisierten Psychotherapie für Geflüchtete
    • Einführung in die Arbeit mit DolmetscherInnen sowie die Vermittlung von grundlegenden Prinzipien und Besonderheiten der „Arbeit zu Dritt“
    • Transkulturelle und Interkulturelle Kompetenzentwicklung
    • Aktuelle und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rolle von häufig vernachlässigten Variablen wie z.B. die Geschlechtsidentität, Kultur(-zugehörigkeit) und rassismuskritisches Denken und Handeln in der Psychotherapie

Professionelle UnterstützerInnen/ HelferInnen, mit Fachprofilen, eher fortgeschrittenes Level.

MODUL 3 : Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten

    • Einführung in das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien (v.a. EU-Aufnahme- und EU-Verfahrensrichtlinie in ihrer Bedeutung für besonders vulnerable Zielgruppen)
    • Besonderheiten des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) und des Asylverfahrens
    • Barrieren und Zugänge zum regulären Gesundheitssystem in Deutschland


Einführung in den rechtlichen Rahmen der Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren bei Erwachsenen

Sozialarbeiterisch und rechtlich beratende Akteure, Anfänger bis fortgeschrittenes Level

MODUL 4 : Globale Dimension von Menschenrechtsarbeit

    • Hintergrundinformationen zu globalen Kriegen, Konflikten und anderen Fluchtgründen
    • Psychosoziale Versorgung von geflüchteten Menschen als Menschenrechtsarbeit
    • Moralisch-ethische Leitlinien und qualitativ gesicherte Standards der Menschenrechtsarbeit am Beispiel der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
    • Einbindung von zivilgesellschaftlichen Strukturen in die Arbeit mit Geflüchteten
    • Kritische Würdigung von bürger-/ zivilgesellschaftlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit


Mitarbeitende aus NGOs, Verwaltung, Politik, Anfänger bis fortgeschrittenes Level

MODUL 5 : Maßgeschneiderte und bedarfsorientierte Beratungs- und Schulungsangebote

    • Beratung in den Fachbereichen der Psychotraumatologie, Psychotherapie, Gesundheits- und Versorgungspolitik von Geflüchteten in Deutschland
    • Informierung, Sensibilisierung und Schulung in bedarfsgerechter Versorgung von Geflüchteten
    • Bedarfsermittlung und Frühfeststellung von besonderer Schutzbedürftigkeit
    • Leitlinien und Qualitätsstandards einer angemessenen Behandlung von Geflüchteten
    • Rassismuskritisches und Transkulturelles Handeln und Denken in der Arbeit mit Geflüchteten
    • Vermittlung von guter Praxis Modelle, Einzelfalldokumentationen und Zeitzeugenberichten aus der psychosozialen Praxis


Bisher fragten folgende Institutionen uns an: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und AMCHA Deutschland – Hilfe für Überlebende des Holocaust und ihre Familien e.V..

 

ANSPRECHPARTNERIN:

Sibel Atasayi

fortbildung@baff-zentren.org